Books, Challenge, Challenges

Darren Shan – Der Mitternachtszirkus

Warte bis es dunkel wird…
Darren Shan lebt ein ganz normales Teenagerleben, nett, aber irgendwie langweilig. Das ändert sich schlagartig, als der geheimnisvolle Mitternachtszirkus in die Stadt kommt. Heimlich schleicht sich Darren in die nächtliche Vorstellung – und entdeckt eine Welt, die er nie für möglich gehalten hätte!

   Titel: Der Mitternachtszirkus
   Autor: Darren Shan
   Format/Seiten: Taschenbuch, 276 Seiten
   Herausgeber: Knaur, Pan
   Erschienen: 2001
   Preis: Unbekannt
   Derzeit nicht lieferbar

   Teil einer Reihe?  The Saga of Darren Shan

Rezension

Aufmerksam auf die Geschichte um Darren Shan bin ich durch den Kinofilm von 2009 geworden, den ich damals allerdings nicht gesehen habe. Wahre Begeisterungsstürme hat mir die Vorschau nicht gerade entlockt, allerding klang die Vampirthematik in Verbindung mit dem Zirkusgeschäft nach einer netten Abwechslung vom Twilight-Hype. Gedanklich notiert und erfolgreich wieder vergessen, bis ich in einer umfangreichen Fantasy-Sammlung dieses Jahr erneut drüber gestolpert bin und den Roman ausleihen durfte. Was sich im Nachhinein als Segen herausstellte, denn die 12-teilige Reihe um Darren Shan scheint inzwischen nicht mehr lieferbar zu sein. Neben der Ausgabe von Knaur (die ich hier habe), kann man auch den Sammelband der ersten drei Romane aus dem PAN-Verlag nur noch gebraucht erwerben. Also, falls jemand auf den Geschmack kommen sollte, ich drücke die Daumen bei der Suche 😉

Bevor ich mich dem Inhalt widme, noch ein zwei Worte zum Autorennamen. Ich war zu Beginn sehr verwundert darüber, dass der Autor genau so heißt, wie der Protagonist seines Romans. Ein Blick in den Autorentext verriet, dass es sich um ein Pseudonym handelt, das man dem gute Darren O’Shaughnessy verpasst hatte. Endgültige Verwirrung stiftete dann noch das Einleitungskapitel, in dem der Ich-Erzähler beteuert, dass die folgende Geschichte sich tatsächlich so zugetragen hat, und er alle Namen der Personen ändern musste und sich nicht einmal traut den Namen der Stadt und den Landes zu verraten. Ähm ja…man weiß nicht so ganz, was das soll.

Doch nun zum Roman selbst. Wie schon erwähnt aus der Ich-Perspektive geschrieben, mit sehr einfachen und kurzen Sätzen und einem Erzählstil, der sehr kindlich daherkommt, dafür dass der Protagonist ein Jugendlicher sein soll. Darren (ja der Protagonist und auch gleichzeitig der Autor) erscheinen eher dümmlich und weltfern. Mit dem Protagonisten identifizieren konnte ich mich nicht, auch Sympathie aufbringen fiel mir schwer. Das erste Drittel des Romans widmet sich der nächtlichen Vorstellung im Mitternachtszirkus, was zugegeben auch der unterhaltsamste Teil war. Und gleichzeitig wieder einen Widerspruch bildete zwischen der kindlichen Schreibweise, die ich als Erwachsener unerträglich fand, und der teilweise blutigen und abstoßenden Beschreibung der Ereignisse. Darüber hinaus fragte ich mich in Anbetracht der verbleibenden Seitenzahl, wohin die Geschichte denn überhaupt führen sollte. Der Rest des Romans konnte mich nicht begeistern, da er inhaltlich überschaubar war und durch Logiklöcher und Albernheiten glänzte. Im Autorentext heißt es, dass der 1972 geborene O’Shaughnessy bereits im Jugendalter seinen ersten Roman geschrieben hatte. Einem Jugendlichen hätte man das Herumholpern vielleicht noch verzeihen. Als „Der Mitternachtszirkus“ 2000 erschien, war O’Shaughnessy jedoch fast 30 – und klingt für mich immer noch wie ein Teenager. Und nur weil man im irischen Limerick lebt, jenem Ort, der gerade so wie eine Gedichtart heißt, bedeutet dies nicht, dass man auch gut schreiben kann.

Fazit

Was der Klappentext bereits von Darrens Leben sagt, kann man auch als Beschreibung des Romans verwenden: Nett, aber irgendwie langweilig. Ich zumindest konnte nicht viel damit anfangen. Das Zusammenführen der ersten drei Romane in einem Sammelband, wie von PAN verlegt, macht eindeutig Sinn, da „Der Mitternachtszirkus“ für sich gesehen kaum mehr als die Einleitungsgeschichte für die Darren-Shan-Saga ist.

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