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Rick Riordan – Percy Jackson: Diebe im Olymp

Ein Halbblut zu sein ist gefährlich. Beängstigend. Meistens bedeutet es einen schmerzhaften, scheußlichen Tod.
Percy passieren zwar ständig seltsame Dinge, doch nie hätte er gedacht, dass die fiesesten Monster der griechischen Mythologie hinter im her sein könnten. Erst als er Zuflucht im Camp Half-Blood findet, erfährt Percy den Grund dafür: Er ist der Sohn des Meeresgottes Poseidon und wie die anderen im Camp ein Halbblut! Doch damit nicht genug, denn die Götter sind drauf und dran einen neuen Krieg vom Zaun zu brechen. Ob Percy und seine neuen Freunde das verhindern können?

   Titel: Percy Jackson – Diebe im Olymp
   Autor: Rick Riordan
   Format/Seiten: Taschenbuch, 448 Seiten
   Herausgeber: Carlsen
   Erschienen: August 2011
   ISBN: 978-3-551-31058-3
   Preis: € 8,99 [D], € 9,30 [A], 13,50 sFr [CH]

   Teil einer Reihe?   Percy Jackson

Rezension

Wieder einmal ein Roman, auf das ich nur durch die Verfilmung aufmerksam geworden bin. Ähnlich wie bei „Harry Potter“, wären die Abenteuer um den Sohn des griechischen Meeresgottes um ein Haar gänzlich an mir vorbeigegangen. Nun ist die „Percy-Jackson“-Reihe für den Carlsen-Verlag sicherlich nicht vom gleichen Kaliber wie die Romane um den Zauberlehrling mit der Blitznarbe – es scheint ohnehin unmöglich, dass ein derartiger Erfolg zu wiederholen sei und fast beneidet man die heutige Jugend, dass sie für den Potter-Hype leider 10 Jahre zu spät geboren wurde. Dass „Harry Potter“ im Zusammenhang mit „Percy Jackson“ immer wieder zur Sprache kommt, liegt nicht nur daran, dass die ersten Teile beider Reihen vom selben Regisseur (Chris Columbus) filmisch umgesetzt wurden. Es gibt noch weitere Parallelen, die nicht von der Hand zu weisen sind.

In beiden Reihen ist der Protagonist männlich. Er lebt in einem Zuhause, in dem er von seinen Erziehungsberechtigten gegängelt wird. Er fügt sich nicht wie andere Jungen seines Alters ins soziale Gefüge ein und scheint besondere Fähigkeiten zu besitzen. Im spätkindlichen Alter erfährt er plötzlich, dass es in der Menschenwelt übernatürliche,magische Kräfte und Wesen gibt und dass er Teil dieser Welt ist und gelangt an eine Einrichtung, die seine Fähigkeiten für eine gewisse Zeit im Jahr fördert und das Geheimnis beschützt. Dort tut man sich mit „Leidensgenossen“ zu einem Zwei-Jungen-Ein-Mädchen-Trio zusammen und kämpft mit anderen Häusern um gewisse Ruhmespreise.  Weil man etwas besoderes ist, quasi ein Außerwählter, macht man sich auf die Suche nach einem magischen Artefakt, muss gegen das ultimative Böse antreten und kehrt am Ende siegreich heim.

Ich bin mir sicher, wenn man die Handlung von anderen Romanen ebenso verallgemeinert, kommt man zu ähnlichen Ergebnissen, daher kann man Rick Riordan nicht vorwerfen, irgendetwas bei Joanne K. Rowling abgekupfert zu haben. Es ist aber offensichtlich, dass die „Percy-Jackson“-Reihe sich an das gleiche Publikum richtet wie die „Potter“-Romane. Und den Vergleich mit dem großen Bruder muss man mitnichten scheuen, denn auch „Percy Jackson“ weiß zu begeistern – nicht nur die Jugend, sondern auch Erwachsene.

Die Welt, in der die „Percy Jackson“-Romane angesiedelt sind, besitzt zwar nicht die fantasievolle Tragweite einer J. K. Rowling, allerdings bietet sie ein erfrischendes neues Bild auf die griechische Mythologie, wartet mit witzigen Ideen auf und verpasst dem angestaubten Sagenstoff eine Frischzellenkur, die genau richtig ist. Die Charaktere des ersten Romans „Diebe im Olymp“ sind trotz ihrer Eigenarten jeder für sich liebenswert und toll und glaubwürdig ausgestaltet. Sie haben Stärken und Schwächen, sind mutig, haben aber auch Ängste. Die Bösewichte können ebenso überzeugen und die ein oder andere überraschende Wendung, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört, erlebt man beim Lesen auch. Der Schreibstil lässt das Lesen leicht von der Hand gehen, die Handlung gerät nie ins Stocken und verliert sich in überflüssigen Nebenerzählungen. Besonders der Wortwitz und der Sarkasmus, mit dem Percy seiner Umwelt zuweilen begegnet, sind mir darüber hinaus lebhaft in Erinnerung geblieben.

Natürlich habe ich mich immer wieder dabei ertappt, dass ich den Roman mit dem Film verglichen habe und auch die Vorstellung, die ich mir beim Lesen von den einzelnen Charakteren gemacht habe, war natürlich stets von der Verfilmung beeinflusst. Dies war das einzige, das meinen Lesespaß ein wenig getrübt hat. Der eine abgezogene Punkt ist also keine Schwäche des Romans selbst 😉 Eine klare Leseempfehlung – gerade auch für Potter-Fans^^

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