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Ursula K. LeGuin – Der Magier der Erdsee

Die Erdsee-Saga in einem Band: Der junge Zauberschüler Ged ist einer der größten Magier von Erdsee. Eines Tages schafft er eine Verbindung zum Totenreich. Dabei jedoch erkennt er, daß die Welt der Lebenden durch einen Riss im Jenseits bedroht wird. Gemeinsam mit der Hohepriesterin Tenar und Tehanu, der Tochter der Drachen, stellt sich Ged den dunklen Mächten, die Erdsee ins Verderben stoßen wollen …

   Titel: Erdsee
   Autor: Ursula K. LeGuin
   Format/Seiten: Taschenbuch, 928 Seiten
   Herausgeber: derzeit Piper
   Erschienen: 01. Juli 2004 (Neuauflage)
   ISBN: 978-3492285230
   Preis: 14,99 €

   Teil einer Reihe?   Die Chroniken von Erdsee

Rezension

Im Klappentext des ersten Teils der Erdsee-Chroniken „Der Magier der Erdsee“ heißt es „Mit diesem Band beginnt eines der größten Abenteuer der Fantasy“ und man urteilte bei vorherigen Auflagen gar „Ein Epos vom Weltrang des ‚Herrn der Ringe‘ „. Obwohl dieser Vergleich in der Fantasy-Literatur ebenso inflationär gebraucht wird, wie der Twilight-Vergleich bei Neuerscheinungen der modernen Jugendliteratur – Ursula K. LeGuins hat ein Meisterwerk geschaffen, das bis heute Fantasy-Fans auf der ganzen Welt begeistert und den Vergleich mit Tolkiens heiligem Gral der Fantasy-Literatur nicht zu scheuen braucht.

Die oben genannte Ausgabe ist ein Sammelband mit den 4 Romanen „Der Magier der Erdsee“, „Die Gräber von Atuan“, „Das ferne Ufer“ und „Tehanu“. Meine Ausgabe ist noch von Knaur, derzeit werden die Erdsee-Chroniken jedoch von Piper verlegt. Ich möchte euch an dieser Stelle erst einmal den ersten Roman „Der Magier von Erdsee“ näher vorstellen. Immerhin schon 1968 veröffentlicht, spricht es schon für sich, dass der Roman und seine Nachfolger heute noch immer gelesen werden und erfolgreich sind. Die Erdsee-Welt scheint also etwas Zeitloses und Einzigartiges zu besitzen, fernab von dem, was uns heute als Fantasy-Literatur verkauft wird.

Was den Roman und auch seine Nachfolger für mich so faszinierend macht, ist die Fähigkeit der Autorin, mit wenigen Worten eine Welt zu erschaffen, die dermaßen real erscheint, dass man selbst die Magie sofort als etwas Alltägliches akzeptiert. Ohne Beschreibungen, die sich im Detail verlieren, hat man als Leser die Hirteninsel Gont vor Augen, die Zauberschule von Rok, die Ödnis des bitterkalten Nordens und die enendliche Weite des Meeres. Ich kann mich kaum an Bücher erinnern, deren Setting mir so lebhaft vor Augen steht, wie dies bei den „Chroniken von Erdsee“ der Fall ist. LeGuin beherrscht die Kunst sich kurz zu fassen, ohne dabei durch ihre Geschichte zu hetzen. Mit knapp 240 Seiten ist „Der Magier der Erdsee“ eines der kürzesten Fantasy-Bücher, das ich kenne. Und doch bleiben die große Themen dabei nicht auf der Strecke. Dass jeder Akt aus Hochmut und Stolz geboren Konsequenzen nach sich zieht. Dass es nicht nur Schwarz und Weiß gibt, nicht nur Gut und Böse. Dass man auch seine schlechten Charaktereigenschaften als einen Teil von sich akzeptieren muss. Und dass man selbst nur ein verschwindend winziger Teil eines großen Ganzen ist.

Eine Buchreihe, die man immer wieder lesen kann, und „Der Magier der Erdsee“ ist dabeo eines der besten Bücher, das mir je begegnet ist. Pflichtlektüre für jeden, der sich als Fantasy-Fan bezeichnet.

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