Allgemein, Cinema, Der Hobbit

Die Straße gleitet fort und fort…

Heute gibt es ein kleines Lebenszeichen von mir, nachdem es hier in den letzten Wochen eher still gewesen ist. Gegen Ende des Jahres steht ja gewohntermaßen das ein oder andere an, das während des Jahres auf die lange Bank geschoben wurde, und Weihnachten will vorbereitet und die obligatorischen Besorgungen wollen getätigt werden. Daher hat die Berichterstattung über die Buchmesse ein wenig gelitten, sie wird aber auf jeden Fall noch vervollständigt und nachgereicht – zur Not Anfang des nächsten Jahres. Ich verbinde mit der diesjährigen Buchmesse zu viele schöne Erinnerungen, die ich unbedingt noch teilen muss. Auch die Classic-Challenge werde ich hoffentlich noch abschließen können – zur Not an Silvester, während ich Sekt schlürfe und mir „Dinner for One“ zu Gemüte führe. Außerdem wird es ein paar „…of the year“-Wahlen geben, bei denen man sich hoffentlich rede beteiligt, und natürlich den cineastischen Jahresrückblick (der dieses Jahr voraussichtlich sehr ernüchtert sein wird).

Aber dies alles steht erst einmal zurück, denn – wie die Überschrift bereits vermuten lässt – es ist wieder Dezember und Dezember ist „Hobbit“-Monat. Daher wird der Blog in nächster Zeit etwas mittelerde-lastig werden, denn es muss ja schließlich vom internationalen Rudelgucken von „Die Rückkehr des Königs“, von der Europapremiere in Berlin und natürlich vom zweiten „Hobbit“-Film selbst berichtet werden. Eventuell werde ich die Einträge in englischer Sprache verfassen, denn irgendwie ertappe ich mich immer wieder dabei, dass „proper Hobbit-thinking only in English possible“ ist 😉

Eigentlich hatte ich mir ein wenig mehr Berichterstattung vorgenommen, um die Vorfreude anzuheizen, aber dies wird bestimmt im nächsten Jahr funktionieren (chrm…!) Und was hatte man als geneigter Fan im Vorfeld nicht alles zu ertragen…? Die Zahl der Produktionsvideos blieb während des Jahres überschaubar, die lokalen Kinoleinwände blieben bis zum letzten Quartal 2013 Hobbit-Trailer-frei, sodass man sich mit lauer YouTube-Qualität begnügen musste, und zu allem Übel sorgten die ersten Promotionsbilder von Beorn für einen Aufschrei des Fandoms, denn er sah von vorn aus wie Kevin Costner und von hinten wie Sonic the Hedgedog.

Aber Jackson wusste die Fans zu versöhnen. Das gesamte Projekt stand viel mehr im Mittelpunkt des Interesses als es der „Herr der Ringe“ während des Produktionsprozesses getan hatte und dies bedeutete mehr Druck und neue Herausforderungen für alle Beteiligten (und ich bin nach wie vor der Meinung, dass man den Filmen dies auch anmerkt). Mit dem cleveren Einsatz von Google, YouTube und Twitter gelang es den Verantwortlichen mit einer unvergleichbaren Marketing-Strategie die Erwartungen bis ins Unermessliche zu steigern. Vom GoogleChrome-Experiment „A Journey Through Middle Earth“ über „Hangouts“ mit Darstellern und Regisseur bis zum weltweiten Fan-Event am 4. November, das ausgewählte Kinos rund um den Globus zu einem einzige Fantreffen vereinte. Die Werbetrommel für „Smaugs Einöde“ verlieh den bereits „hart gesottenen“ Fans nicht nur eine die da gewesene Teilnahme an dem Projekt „Hobbit-Verfilmung“, sondern verschaffte durch die Macht der „neuen“ Medien zahlreiche neue begeisterte Anhänger – und (zufällige) Berühmtheiten wie die zwei Mädels von „Happy Hobbits“. Gestern noch Vlogger, die nur der verschworenen Gemeinschaft von theonering.net ein Begriff waren, kannte sie fast die halbe Welt, nachdem Jackson ihre Reaktion auf den Hobbit-Trailer auf dem offiziellen Blog zum Film hochgeladen hatte. Und dies war nicht das Ende. Es folgte ein Reaktions-Video der Darsteller, worauf die „Happy Hobbits“ erneut antworteten. That’s what we call „Hobbit-ception“! Und auch nicht unerwähnt bleiben soll PeckishOwl mit ihrem DeviantArt-Projekt „Oaktentoons“. Schaut es euch an, ein (mahnendes) Beispiel wozu ein Fandom in Zeiten von Fanfictions und PhotoShop fähig ist. Und nebenbei einfach unfassbar lustig.

Auch ich konnte mich dem ganzen Trubel nur schwer entziehen, obwohl ich ja schon des Öfteren die Erfahrung gemacht habe, dass man häufig enttäuscht wird, wenn man sich von der Vorfreude zu sehr anstecken lässt, dass man Erwartungen aufbaut, die am Ende nicht erfüllt werden. Aber das endgültige Ende hat ja schließlich noch Zeit bis Dezember 2014. Nicht darüber nachdenken, dass es einerseits immer noch ein ganzes Jahr hin ist bis zum nächsten Film und andererseits nur noch ein Jahr bis es heißt, wieder Abschied von Mittelerde zu nehmen.

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