Allgemein, Books

STATISTIK | März 2014

MÄRZ 2014

Der März war…stressig xD Nicht nur, dass der tüchtige Rheinländer kräftig Karneval feiern musste („Aaaaaatemlos durch die Nacht…!“), es galt auch die Oscars zu verfolgen („Neeeeeein! Warummmmm?!?“), ein wenig Zeit auf die Klausur- und Examensvorbereitung zu verwenden (Betonung auf wenig) und das Abitur des letzten mir persönlich bekannten Jahrgangs standesgemäß zu begießen – und natürlich war da die Leipziger Buchmesse, die ich in diesem Jahr zum ersten Mal besuchte. Was unwesentlich dazu führte, dass ich quasi als Nachsymtom in ultimative Lesesucht geriet. Tadah, daher auch in diesem Monat die aberwitzige Zahl von 15 gelesenen Büchern – was sich hoffentlich alsbald nicht so wiederholen wird. Ich weiß gar nicht, wann ich die Rezensionen dazu alle schreiben soll xD Daher habe ich beschlossen die Film-Challenges sausen zu lassen und mich mal wieder aufs Kerngeschäft des Blogs zu konzentrieren. Drückt mir die Daumen, dass es klappt. Mein Stapel ungeschriebener Rezensionen (SuR) liegt jedenfalls derzeit bei 33. Ich glaube ich brauche nen Ghostwriter.

Auch die Kalender-Obsession hat wieder gnadenlos zugeschlagen. Nun also auch noch der Harenberg Sehnsuchtskalender von Australien – und wäre ich auf der Buchmesse mal lieber nicht am Ackermann-Stand vorbeigegangen („Oooooh, Prozente!“). Aber beim „Verrückten Tierleben“, das mich in Frankfurt schon so entzückt hat, konnte ich nicht widerstehen. Ich freu mich jetzt wie Bolle das ganze Jahr auf das Pingmännchen ❤

 

GELESEN

 

• Julie Kagawa – Plötzlich Fee #4 – Frühlingsnacht

Überleitung der „Iron Fey“ zur „Call of the Forgotten“-Reihe, die sich der Figur von Prinz Ash näher widmet und auch ohne weiblichen Hauptcharakter wunderbar funktioniert. Für Fans definitiv ein Muss!

• Julie Kagawa – Plötzlich Prinz #1 – Das Erbe der Feen

Auftakt zur „Call of the Forgotten“-Reihe. Kagawa greift zwar wie gewohnt auf die Welt des Nimmernie zurück, schickt den Leser jedoch auf eine abenteuerliche Reise an der Seite von Meghans Bruder Ethan. Fans der „Iron Fey“– Reihe können sich auf zahlreiche alte Bekannte freuen und man wird definitiv mehr Spaß an diesem Buch haben, wenn man die Vorgänger gelesen hat.

• Damian Dibben – Jake Djones  und die Hüter der Zeit

Neues von der Zeitreisefront. Dieses Mal gehts für einen 14-jährigen Jungen aus London von Frankreich aus in die Renaissance, um seine Eltern zu retten – und nichts weniger als den Verlauf der menschlichen Geschichte. Nach meiner Einschätzung richtet sich dieser Roman eher an das jüngere Jugendpublikum, denn der Schreibstil und die Storyline sind eher einfach gehalten. Dies sollte jedoch nicht abschrecken, denn Lesevergnügen bereitet dieser Roman auf jeden Fall.

• Damian Dibben – Jake Djones: In der Arena des Todes

In der Fortsetzung muss sich Jake mit seinen Freunden auf dem Weg ins antike Rom machen, denn die Gefahr aus Band 1 ist noch nicht gänzlich abgewehrt. Obwohl die Charaktere und ihre Handlungen auch hier eher flach bleiben, für ein paar unterhaltsame Stunden reicht’s allemal.

• Roger Hackstock – Energiewende: Die Revolution hat bereits begonnen

Ein gutes Sachbuch, das die wichtigsten Fragen im Zuge der Energiewende aufgreift und interessante Fakten zu diesem Thema bereithält, diese spannend an den Mann bringt und somit auch sehr gut für Leser geeignet ist, die sich bisher wenig mit dem Thema beschäftigt haben. Energiewende ist ein Politikum und um die Politik dreht sich auch der Inhalt. Wer Tipps und Tricks zum Energiesparen sucht, wird nicht fündig werden, auch wenn der Autor sich mit „Was wir alle für die Energiewende tun können“ ausdrücklich an den Leser richtet. Ganz so leicht, wie Hackstock die „Revolution“ präsentiert, dürfte es wohl nicht werden. Doch trotz kleinerer Kritikpunkte handelt es sich bei „Energiewende“ um ein Sachbuch, dass das Bewusstsein für das Thema Energie und Energiewenden schärft und jeden Leser bereichert.

• Antoine de Saint-Exupéry – Der kleine Prinz

Ich kann einfach nichts mit diesem Buch anfangen. Ich hab’s schon mehrere Male versucht, aber egal, wie ich mich annähere, die Faszination am „Prinzen“ erschließt sich mir nicht. Ja es gibt Szenen, die durchaus zum Nachdenken anregen, und ja das Ganze muss methaphorisch verstanden werden. Aber ich hatte nach dem Lesen nicht das Gefühl, dass mir das Lesen der knapp 90 Seiten etwas Nachhaltiges gebracht hat.

 

• David Safier – 28 Tage lang

Wow! Was für ein Roman. Tragisch und schonungslos werden Alltag und letzte Tage des Warschauer Ghettos beschrieben. Doch bei all dem Leid bleiben auch Momente der Freude und Hoffnung. Ein Roman, der dem Leser das gesamte Spektrum seiner Gefühle abverlangt. Ein Roman, der einfach durch und durch mitreißend ist. Ohne den Zeigefinger zu erheben. Ohne etwas zu beschönigen. Und den Leser dazu anregt sich die gleiche Frage zu stellen, die den weiblichen Hauptcharakter stets beschäftigt: Was für ein Mensch willst du sein?

• Thomas Finn – Schwarze Tränen

Meine Entdeckung der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Nicht nur das nette Gespräch mit dem Autor, sondern auch der Roman konnte mich begeistern. Munter crossovert sich Finn durch die deutsche Sagenwelt, lässt den Nachkommen von Dr. Faustus zusammen mit Pudel Mephisto auf mythische Zwerge, Zauberer und Alchimisten treffen und am Ende steht nichts geringeres als der Wiederaufsteig Luzifers in den Himmel auf dem Spiel. Ein selbstbewusster Beweis dafür, dass man auch in Deutschland Fantasy kann – und das ganz ohne Vampire und Werwölfe, Elfen und Trolle.

• David Safier – Plötzlich Shakespeare

Als Shakespeare-Fan hätte ich diesen Roman schon längt einmal lesen sollen. Und was habe ich bis dato verpasst. Eine muntere Zeitreise ins „Goldene Zeitalter“ Englands, bei der es den beiden Protagonisten (dem inspirationssuchenden Lebemann und Schreiberling und der jungen Frau mittleren Alters in der Sinnkrise) irgendwie gelingt, sich gegenseitig bei ihren Problemen zu helfen. Köstlich, unterhaltsam, immer wieder gerne!

• Stefan Bachmann – Die Seltsamen

Gefeiert als neuer Christopher-Paolini hat sich Bachmann weniger mit dem Inhalt des Romans als mit der Geschichte hinter dem Buch zur Berühmtheit gemausert. Dabei braucht die Mischung aus Stream-Punk und Elfenmystik sich gar nicht hinter einer Autorengeschichte zu verstecken. Auch wenn es an dem ein oder anderen Charakter ein wenig hakt, Bachmanns London ist bevölkert von faszinierenden Wesen und steht dem Leser fast bildlich vor Augen. Und dann ist da noch der kritische Unterton im Hintergrund. Politische Ränkespiele, Kreaturen, die nicht wissen, wo sie gesellschaftlich hingehören und nicht zuletzt die Ausgrenzung des Andersartigen – Themen, die ernst sind, von einem 16-jährigen durchaus pfiffig erkannt und bloßgelegt werden.

• Marc-Uwe Kling – Die Känguru-Chroniken

Die Ansichten eines vorlauten Beuteltiers (und seines Besitzers Klammer auf: Dies ist nicht mein Känguru! Klammer zu) – was machen sie Spaß! Politisch unkorrekt, unkonventionell und bei allem Klamauk so scharfsinnig nimmt sich Kabarettist, Poetry-Slammer und Liedermacher Marc-Uwe Kling die Gesellschaft vor und kommt zu Erkenntnis, dass wir unter „Tütensuppen-Totalitarismus“ und der „Tyrannei der Tristesse“ leiden, vom „Schmelzkäse der Apokalypse“ bedroht sind und statt bei „Nozama“ zu bestellen lieber „Baader-Meinhoff-Quartett“ spielen sollten.

• Wladimir Kaminer – Mein deutsches Dschungelbuch

Eine Sammlung von kurzweiligen Anekdoten des Autors von „Russendisko“. In denen er mit dem ein oder anderen Augenzwinkern die Eigenarten der deutschen Bevölkerung filetiert, mit Vorurteilen spielt und den Lokalkolorit aufs Korn nimmt. Dort wo Deutschland zwar nicht mehr ländlich, aber auch noch nicht städtisch ist. Unterhaltsames für Zwischendurch, einfach mal blättern und sich amüsieren. Besonders zu empfehlen: Das Kapitel zur Frankfurter Buchmesse 😉

• Kai Meyer – Die fließende Königin

Auftakt zur Merle-Trilogie, die den Leser nach Venedig entführt und verfolgt, wie ein junges Waisenmädchen in den Sog übernatürlicher Mächte gerät, denn ihm ist ein großes Schicksal bestimmt. Eines meiner Lieblinsgwerke von Meyer, das die geheimnisvolle Anziehungskraft der Lagunenstadt mit ägyptischen Einflüssen verbindet. Charaktere, die man sofort ins Herz schließt, die geheimnisvolle Anziehungskraft der Lagunenstadt und nicht zuletzt Meyers Fähigkeit mit federleichten Worten eine großartige Geschichte zu erzählen – all dies macht „Die fließende Königin“ zu einem meiner Lieblingsbücher.

• Kai Meyer – Das steinerne Licht

Fortsetzung der Merle-Trilogie, die die Konflikte aus dem ersten Buch weiter zuspitzt und dunkle Wahrheiten aus der Vergangenheit zu Tage fördert. Nicht jeder ist das, was er zu sein scheint, und die Grenzen von Gut und Böse verschwimmen. Auch dieser Roman fesselt den Leser an die Handlung und treibt ihn ohne unterwegs die Puste zu verlieren zum unvermeidlichen Ende und Band 3 hin.

• Kai Meyer – Das gläserne Wort

Würdiger Abschluss der Abenteuer, die Merle bestehen muss, um ihre Freunde und die Lagunenstadt zu retten. Der Tod eines geliebten Charakters dürfte für reichlich Unmut sorgen, ist für mich aber durchaus vertretbar. Ein Happy End ist relativ und das Ende ist wohl bewusst so offen gehalten, dass man nicht weiß, ob es nicht doch noch Hoffnung gibt. Im Gesamten gesehen kann man diese Trilogie nur weiterempfehlen.

 

Begonnen (2)
• Laini Taylor – Daughter of Smoke and Bone
• Patrick Rothfuss – Der Name des Windes

Immer mal wieder gelesen (1)
• Franz Konz – 1000 ganz legale Steuertricks

Abgebrochen (-)
• –

Gelesene Seiten: 5152
Seiten pro Tag: 166

Neuzugänge: 13
• Laini Taylor – Days of Blood and Starlight
• Franz Konz – 1000 ganz legale Steuertricks
• David Safier – 28 Tage lang
• Thomas Finn – Schwarze Tränen
• Kai Meyer – Die fließende Königin
• Kai Meyer – Das steinerne Licht
• Kai Meyer – Das gläserne Wort
• Kai Meyer – Arkadien erwacht

LovelyBooks / Bastei Lübbe Rezensionsexemplare
• Stefan Bachmann – Die Seltsamen
• Dagmara Dominiczyk – Wir träumten jeden Sommer
• Jenni Fagan – Das Mädchen mit dem Haifischherz
• Kate Bornstein – Ein schädlicher Einfluss
• Sonya Kraus & Jessi Hesseler – Törtchenzeit: All you need is sweet

Verkauft: –

Geliehen:

SuB*: 30  | – 4

*Stapel ungelesener Bücher

• Laini Taylor – Days of Blood and Starlight
• Kai Meyer – Arkadien erwacht
• Dagmara Dominiczyk – Wir träumten jeden Sommer
• Jenni Fagan – Das Mädchen mit dem Haifischherz
• Kate Bornstein – Ein schädlicher Einfluss

 

* Herzlichen Glückwunsch. Sie haben das Ende des Posts erreicht^^

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