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STATISTIK | APRIL 2014

APRIL 2014

April April, eigentlich wollte ich ja pünktlich zum Fool’s Day auch hier eine Finte, quasi eine Blog-Ente platzieren, aber Pustekuchen. Die Zeit, die Zeit…und deshalb auch mit einiger (edit. sehr großer) Verspätung, aber von Herzen (nachträglich) Frohe Ostern. Ich hoffe, der Hase hat die Eier nicht zu gründlich versteckt und euch vielleicht den ein oder anderen Zuwachs fürs heimische Bücherregal beschert. Neben der Tatsache, dass der gute Shakespeare sein 450. Wiegenfest gefeiert hätte, wenn er denn dann nicht gestorben wäre („Will, altes Haus, hast dich gut gehalten! Nett, dass du der englischen Sprache ca. 1.700 Wörter hinzugefügt hast!“ (Fact aus „Shakespeare on toast“. Gutes Buch. Lesen!)), zelebrierte die Literaturszene den Welttag des Buches (sollte es irgendwer nicht mitbekommen haben – was sehr unwahrscheinlich ist, bei den tumultartigen Szenen, die sich auf manchem Bücherblog abspielten – der 23. April ;)). Nicht nur Bibliotheken und Buchhandlungen hatten tolle Ideen parat, um auf das Medium Buch aufmerksam zu machen. Auch die Aktion „Lesefreunde“ fand wieder statt. Wer sich im Voraus als Buchschenker beworben hatte und ausgewählt wurde, konnte 10 Freiexemplare eines ausgewählten Titels (z.B. Fitzeks „Seelenbrecher“ oder „Der goldene Kompass“ von Pullman) unters vielleicht nicht ganz so lesebegeisterte Volk bringen. Und nicht zuletzt war da die Aktion „Blogger schenken Lesefreude“, die im letzten Jahr bereits ein voller Erfolg war und die Teilnehmerzahlen in diesem Jahr noch steigern konnte. Wobei es wohl eher „Blogger verlosen Bücher (und alle (anderen Blogger) rasten aus)“ heißen müsste. Ich meckre nicht zu laut, schließlich habe auch ich exzessiv „Hier! Ich will auch!“ gepostet, denn wer gewinnt nicht gerne Bücher? Allerdings muss man sich auch fragen, ob es bei dem Ganzen vielleicht ein wenig zu sehr um den Promotionsgedanken des eigenen Blogs ging.
Lesetechnisch kann ich 10 Titel für den April verbuchen – was immer noch obere Grenze des Normalen für mich bedeutet 🙂 Und bevor ihr jetzt Bildchen zählt und euch wundert: Nein, ich habe das Zählen nicht verlernt, aber 10 Bücher sehen layouttechnisch doof aus und in den beiden ersten Tributen habe ich zumindest einiges noch mal quergelesen, um inhaltlich in Band 3 folgen zu können.
Ansonsten wünsche ich euch noch einen schönen restlichen Wonnemonat Mai und verbleibe bis allerspätestens zum nächsten Monatsrückblick mit liebsten Grüße

Eure Christina von booksnstories

 

GELESEN

 

 

• Kai Meyer – Arkadien erwacht (Arkadien #1)

Viel und ausgiebig promoted, mit dem Erscheinen von Band 3 im neuen Gewand, habe ich mir endlich auch diese Meyer-Trilogie angeschafft. Auch wenn mich das Setting erst einmal skeptisch an das Ganze hat gehen lassen, Begeisterung soll nicht versteckt werden. „Arkadien“ unterscheidet sich von der Stimmung her sehr von der „Merle“-Trilogie, aber dennoch übte die Geschichte eine große Faszination auf mich aus. Rosa ist als Charakter so vielschichtig und anders als das, was man derzeit häufig als weibliche Hauptfigur serviert bekommt. Ich mag sie und ihre manchmal unkonventionelle Art. Und auch die Liebesgeschichte mit Alessandro wartet nicht mit der üblichen „Ooooooh, er ist so toll“-Schmachterei auf, sondern wächst aus der gegenseitigen Neugierde und dem geteilten Schicksal der Gestaltwandlergabe. Ein toller Auftakt!

• Kai Meyer – Arkadien brennt (Arkadien #2)

Während der Klappentext schon eine Krise in der jungen Liebe befürchten lässt, überrascht das Buch mit einer anderen Erklärung für Rosas Reise nach New York. Dort trifft sie auch gleich auf den amerikanischen und recht ungemütlichen Ableger von Alessandros Familie. Die Konflikte zwischen den verfeindeten Mafia-Clans verschärfen sich, nicht nur weil das ehemalige Oberhaupt aller Clans erneut nach der Macht strebt. Während Rosa und Alessandro mit ihrer neuen Rolle als Familienoberhaupt kämpfen, geraten auch immer mehr Geheimnisse aus der Vergangenheit ans Tageslicht. Gelungene Fortsetzung, die die faszinierende Stimmung des ersten Teils weitertragen kann und den Leser noch tiefer ins mythische Sizilien eintauchen lässt.

• Kay Meyer – Arkadien fällt (Arkadien #3)

Obwohl auch hier die Grundstimmung fortgeführt wird, treibt es Kai Meyer mir persönlich in Sachen Mafia ein bisschen zu sehr auf die Spitze. Plötzlich tauchen noch andere Familie aus der Versenkung auf, die vorher keine Rolle gespielt haben. Hier hatte die Konkurrenz zwischen Rosas und Alessandros Familien eigentlich schon genügend Sprengkraft. Auch eine neue Rasse fantastischer Wesen, Gestaltwandler, die bei der Verwandlung irgendwo zwischen Mensch und Tier stecken geblieben sind, hätte der Trilogieabschluss nicht unbedingt gebraucht. Diese zwei Parteien sind nicht unerheblich an dem Showdown beteiligt, wobei man allerdings nicht weiß, wer jetzt eigentlich welches Ziel verfolgt. Zumindest die Frage nach den Löchern in der Menge wird ansatzweise beantwortet. Alles in allem ist Teil 3 der schwächste der Trilogie, aber dennoch sollte man ihn lesen um den Abschluss zu haben.

• Laini Taylor – Daughter of Smoke and Bone (Zwischen den Welten #1)

Fantasy in Prag, zwei Konfliktparteien, die man in dieser Kombination noch nicht kannte (Engel und Chimären), zwei  Hauptfiguren ohne die befürchtete Oberflächlichkeit und unterhaltsame Nebencharaktere, die der Geschichte die passende Würze verleihen. Dramatik und Spannung, aber auch einige amüsante Momente – Dieser Trilogie-Auftakt machte mir so viel Spaß, dass ich das Buch schon zum zweiten Mal las.

• Gavin Extance – Das unerhörte Leben des Alex Woods oder Warum das Universum keinen Plan hat

Ein großartiges Buch mit beeindruckenden Charakteren, das sich nicht davor scheut, unbequeme Fragen zu stellen und dabei die richtige Balance zwischen tragischer Komik und schockierender Ernsthaftigkeit findet. Die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft, die zeigt, dass Jugend- und Seniorengeneration viel voneinander lernen können, und aus der jeder Leser bestimmt etwas für sein eigenes Leben mitnimmt.

• David Safier – Mieses Karma

Das Debüt des inzwischen gefeierten Autors. Wundervolle Grundthematik, amüsante Situationskomik, herzallerliebste Charaktere: „Mieses Karma“ besitzt alles, was auch die Folgeromane von Safier so liebenswert macht. Einzig das Ende holpert ein wenig. Obwohl die Message „Die inneren Werte zählen“ unbestreitbar eine positive ist, kommt sie im inhaltlichen Zusammenhang ein wenig plakativ daher. Trotz allem natürlich wie von Safier gewohnt: Zurücklehnen und einige vergnügliche Lesestunden genießen.

• Kiera Cass – Selection

Ich muss zugeben, dass ich mit einem Schmunzeln an den Jugendroman herangegangen bin und belastet mit allerlei Vorurteilen. „Der Bachelor“ meets „Aschenputtel“ – will man so etwas wirklich lesen? Aber warum nicht. Darüber lästern, ohne dass man einen tatsächlichen Leseeindruck hat – das war mir dann doch zu einfach. Also drauf losgelesen – und drauf losgelacht. Meine Erwartungen haben sich größtenteils bestätigt. Besonderen Tiefgang darf man bei einem solchen Mary-Sue-Charakter eben nicht erwarten (Hallo? Sie heißt America?! Bitte…) und auch der Rest (vorhersehbare Story, stereotypische Nebenfiguren und um noch ein wenig dystopische Ernsthaftigkeit reinzubringen eine mysteriöse Rebellenbedrohung, die dem armen gut aussehenden Prinzen an die Krone will) hat mich nicht überrascht. Die Welt aus „The Selection“ ist mit Fernsehübertragung, Videoüberwachung und all dem neumodischen Kram einfach zu modern, um als Märchenkitsch schon wieder Charme auszuüben. Dennoch habe ich mich unterhalten gefühlt (wenn auch wahrscheinlich anders als von der Autorin geplant xD), wobei ich mir ein wenig extremeres Konkurrenzgehabe unter den Mädchen gewünscht hätte. Da hat wirklich jede Folge vom „Bachelor“ mehr Pfeffer im Hintern gehabt.

• Kiera Cass – Selection – Die Elite

Teil 1 wird konsequent fortgesetzt. Eigentlich reicht dies als Kommentar zu diesem Buch aus 😉 Zu der Dreiecksproblematik zwischen unserer Mary-Sue und ihren zwei Herzbuben muss ich allerdings sagen, dass ich sie mir nach dem Lesen von einigen Rezensionen schlimmer vorgestellt hätte. Ich hatte keinesfalls den Eindruck, dass America drei Mal auf einer Seite ihre Meinung ändert – was zudem voraussetzen würde, dass sie überhaupt eine Meinung zu irgendetwas hat. Aber was will man von einer Person erwartet, die es für eine gute Idee hält im Fernsehen das bestehende Gesellschaftssystem abzuschaffen und sich dann wundert, dass das beim König nicht so gut ankommt?

• Simon Beckett – Verwesung

Dieser Roman hat so viel Eindruck hinterlassen, dass ich mich erst nach kurzen Überlegen (…wiki…hust…pedi…hust…) wieder daran erinnern konnte, worum es überhaupt geht. Wer sich an meine stetig steigende Bewertung der Hunter-Romane erinnert – hier muss ich leider wieder einen Dämpfer setzen. Wie in manchen Medien nach Erscheinen zu lesen – Beckett zehrt davon, dass er sich einen Namen gemacht hat und nicht weil sich seine Romane auf kontinuierlich hohem Niveau befinden. Verwesung ist weniger spannend als die Vorgänger und recht vorhersehbar, aber auch weniger detailreich in Sachen Forensik. Hunter hat immer noch nicht gelernt, dass seine Alleingänge meist nicht gut für ihn sind, dank seiner vom Autor verliehenen Fähigkeit zum Übermenschen zu mutieren geht es am Ende aber doch immer gut aus. Gekrönt von einem ziemlich albernen Showdown, kann zumindest der Charakter des vermeintlichen Täters Monk den Leser überzeugen. Fazit also: Schon besseres gelesen.

• Suzanne Collins – Die Tribute von Panem #3: Flammender Zorn

An dieser Stelle braucht man wohl nicht mehr viele Worte zu verlieren. Collins führt die Tribute-Trilogie zum fulminanten Höhepunkt, es kommt zur ultimativen und endgültigen Konfrontation mit dem Kapitol und dessen diabolischem Präsidenten. Ein Ende mit Schrecken. Eine Mahnung, die Macht der Medien, die Motive der Mächtigen und die eigene Rolle innerhalb der Gesellschaft kritisch zu hinterfragen. Ein Roman, der den Leser trotz vermeintlichem Happy-End zutiefst erschüttert zurücklässt und noch lange nachwirkt.

Begonnen (1)
• Laini Taylor – Days of Blood and Starlight (Zwischen den Welten #2)

Immer mal wieder gelesen (-)
• –

Abgebrochen (-)
• –

Gelesene Seiten: 4217
Seiten pro Tag: 141

Neuzugänge: 7
• Kai Meyer – Arkadien brennt (Arkadien #2)
• Kai Meyer – Arkadien fällt (Arkadien #3)
• Laini Taylor – Dreams of Gods and Monsters
• Stefan Bonner & Anne Weiß – Doof it yourself: Erste Hilfe für die Generation Doof
• Gavin Extence – The universe VS Alex Woods
• Suzanne Collins – The Hunger Games (Trilogy Box)
• Markus Zusak – Die Bücherdiebin
• Julie Kagawa – The Iron Traitor

Verkauft: –

Geliehen: 11

• Lauren Oliver – Requiem (Amor #3)
• David Safier – Mieses Karma
• Rick Riordan – Im Bann des Zyklopen (Percy Jackson #2)
• Veronica Roth – Die Bestimmung (Die Bestimmung #1)
• Veronica Roth – Tödliche Wahrheit (Die Bestimmung #2)
• Veronica Roth – Letzte Entscheidung (Die Bestimmung #3)
• Dan Wells – Aufbruch (Partials #1)
• Kiera Cass – Selection (Selection #1)
• Kiera Cass – Die Elite (Selection #2)
• Kristen Simmons – Artikel 5 (Artikel 5 #1)
• James Dashner – Die Auserwählten – Im Labyrinth (Die Auserwählten #1)

 

SuB*: 32  | – 5

*Stapel ungelesener Bücher

• Laini Taylor – Dreams of Gods and Monsters
• Markus Zusak – Die Bücherdiebin
• Lauren Oliver – Requiem (Amor #3)
• Rick Riordan – Im Bann des Zyklopen (Percy Jackson #2)
• Veronica Roth – Tödliche Wahrheit (Die Bestimmung #2)
• Veronica Roth – Letzte Entscheidung (Die Bestimmung #3)
• Dan Wells – Aufbruch (Partials #1)
• Kristen Simmons – Artikel 5 (Artikel 5 #1)
• James Dashner – Die Auserwählten – Im Labyrinth (Die Auserwählten #1)

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