Allgemein, Books

STATISTIK | JUNI 2014

JUNI 2014

Im Juni ist der Festivalsommer nun auch offiziell mit Rock am Ring gestartet! Jippie lets rock! Wermutstropfen war allein die schwülstige Abschiedsrede von Herrn Lieberberg, die man ertragen musste, und wer die Hoffnung hatte das Thema sei damit erst mal wieder aus den Medien raus – hat sich leider geirrt. Ein Koblenzer Gericht entschied nun, dass nicht Lieberberg allein (wie vollmundig behauptet) die Namensrechte an der Marke „Ring“ halten würde. Die bockige Reaktion a la „Ich brauch den Namen nicht“ würde auch gut in einen Kindergarten passen. Nächste Runde im Gezerre um den Ring, die „Grüne Hölle“ und Lieberbergs Alternativ-Veranstaltung garantiert. Aber glücklicherweise gibt es ja für den geneigten Besucher über den Sommer verteilt auch noch andere Festivals – denen kein fader Beigeschmack anhaftet. In diesem Sinne guckt die Frau heute Abend gemütlich von der Couch aus die Übertragung aus Wacken.

Ach ja uns es war ja Fußball-WM! Ich hatte einen schönen Text dazu geschrieben, der inzwischen aber leider von gestern ist. Vielleicht nudel ich den noch mal durch den Actualizer xD Aber wies ausgegangen ist, dürften die meisten von uns ja mitbekommen haben 😉 54, 74, 90, 2014! W E L T – M E I – S T E R !

Lesetechnisch ist im Juni nicht viel passiert außer überproportionalem Nachschub für meinen Reader. Zum einen werden mir eBooks aus rein pragmatischen Gründen immer sympathischer (frei nach der Formel horrende Lesegeschwindigkeit * Buch in Hardware = mangelnde Verfügbarkeit von Platz im Regal), zum anderen ist es halt wirklich einfacher einen Reader im Reisegepäck zu verstauen und zu transportieren als 5 Taschenbücher. Dieses Jahr ging’s also zum ersten Mal mit einem Reader im Schlepptau in den Urlaub. Strandtauglichkeit erfolgreich bewiesen,   Wasser- und Sandresistenz aufgrund vorsichtigem Verhaltens sichergestellt und auch beim Lesen in der Sonne volle Punktzahl. Ganz ohne Hardware ging es aber dann doch nicht. Dafür ist der SaB (Stapel (von Bücherschatten) ausgeliehener Bücher) einfach zu groß gewesen. Ich stell mir selbst nun die Frage: Werde ich etwa vom Hardware-Ultra zum eBook-Verfechter? Bleibt abzuwarten…aber die Gefahr besteht 😉

Schöne Sommer(lese)momente

wünscht Christina von booksnstories

 

GELESEN

 

• Rita Falk – Dampfnudelblues

Mit der ARD-Verfilmung des zweiten Eberhofer-Romans wurde das Interesse geweckt. Gelesen hab ich trotzdem zuerst den ersten Band. Der zweite, obwohl inhaltlich ja größtenteils durch das Filmchen schon bekannt, stand dem ersten in keinster Weise nach. Teils schwarzer Humor („Das Köpfl vom Höpfl…hehe“), ein Wiedersehen mit den lieb gewonnenen Charakteren und auch von der „Kriminalhandlung“ her, empfand ich Roman 2 als besser – wobei man sich natürlich immer im Klaren darüber sein sollte, dass „der Fall“ eher eine untergeordnetere Rolle spielt und daher schmälern kleinere Ungereimtheiten das Lesevergnügen auch nicht. Auch die Mundart war beim Lesen nun nicht mehr so ein großes Problem wie bei „Winterkartofelknödel“. Man gewohnt sich eben an alles, daher nun auch 5 Buchseiten.

• Rita Falk – Schweinskopf al dente

Im Fokus von Eberhofers drittem Fall steht Richter Moratschek, mit dem ein Ex-Häftling noch eine Rechnung offen hat. Das ganze gipfelt im einem Road-Trip, bei dem sich Eberhofer zusammen mit dem überwiegenden Rest von Niederkaltental alsbald in Italien wiederfindent, und in einer Geiselnahme, die mit Hilfe einer Pizza glücklich zu Ende gebracht werden kann. Ja, solche Geschichten schreibt man nur in Bayern. Oder solle man lieber sagen, nur als Bayer? Unterhaltsam bleibts trotzdem. Oans zwo suffa!

• Rita Falk – Grießknockerlaffäre

Man möchte meinen, ein guter Polizist steht auch selbst einmal im Fokus der Ermittlungen. Eberhofer erwischt’s direkt ganz derb, er steht unter Mordverdacht. Und das nachdem er direkt zu Beginn die Oma beerdigt hat – nein, nicht DIE Oma, die andere – da hat Frau Falk dem Leser auf den ersten Seiten schon einen gehörigen Schrecken eingejagt. Eine Hochzeit gibt’s auch noch, bei der sich das Polizeikollegium gepflegt abschießt und anschließend geschlossen Auto fährt. Zustände sind das…Am Ende ist Eberhofer natürlich unschuldig und alles wieder gut.

• Rita Falk – Sauerkrautkoma

Als Held von Niederkaltental beordert man Eberhofer zurück nach München, denn „einen so dermaßen verdienten Beamten, der quasi ständig die spektakulärsten Mordfälle löst, den kann man doch nicht einfach so in der Provinz versauern lassen“. Kaum von Papa und Oma besucht, die ihr Auto im Halteverbot abgestellt haben, liegt auch prompt eine Leiche im Kofferraum – und schon findet sich Eberhofer erneut in einem Mordfall wieder. Die Macken der Figuren stumpfen sich nicht ab, der Humor gleichbleibend auf bajuwarischem Niveau – man wartet gespannt auf Fall Nummer 6.

• Sebastian Fitzek – Der Nachtwandler

Ein Schlafwandler will den Dingen auf den Grund gehen, die er während seiner Phasen treibt – und verliert dabei das Gespür für die Realität. Verschachtele Handlungsebenen, bei denen ich am Ende ein wenig den Überblick verlor, was jetzt Realität, was Traum und was Teil des Experiments war. Für mich trotzdem der beste Fitzek seit „Die Therapie“, da mich die psychologischen Aspekte mehr faszinieren als der eigentliche Thrill oder Schockmomente a la „Augenjäger“ oder „Augensammler“.

• Dan Wells – Aufbruch (Partials #1)

Die Menschheit hat ihre Fähigkeit zur Fortpflanzung verloren. Baby sterben kurz nach der Geburt an einer mysteriösen Seuche. Eine weitere Bedrohung geht von künstlichen Menschen aus, den Partials, die einst als Kriegswaffen dienten und der Menscheit nun den Kampf angesagt haben. Kira Walker hat sich der Suche nach einem Heilmittel verschrieben, ohne zu ahnen, dass sie selbst eine große Rolle in diesem Rätsel spielt. Die Idee, das Setting, der Hintergrund vor dem die Handlung stattfindet – hier hat Dan Wells gute Arbeit geleistet. Die wissenschaftlichen und philosophischen Aspekte nehme ich ihm voll und ganz ab. Allerdings kann mich die Ausgestaltung der Charaktere und die Handlung an sich nur wenig begeistern. Die Charaktere wirken stereotypisch, jedenfalls schaffe ich es nicht, Sympathien ihnen gegenüber aufzubauen. Die Handlung enthält einige Logiklöcher und setzt meiner Meinung nach die falschen Schwerpunkte. So ist von einem Militärputsch die Rede, der auch stattfindet und durchaus von Bedeutung für die Handlung ist. Er wird jedoch zu wenig thematisiert und dann ist er auch schon wieder beendet. Als Leser ist man sich ebenso im Unklaren darüber, welche der dutzenden Gruppierungen eigentlich welches Interesse verfolgt. Und mal ganz ehrlich: Mir gelingt es nach jahreslangem Versuchen endlich einen Partial lebendig zu fangen – und zur Forschung an ihm stell ich eine 16-jährige ab und nicht alle mir verfügbaren Mittel? Weil vielleicht die Hoffnung darauf besteht, ein Heilmittel zu finden? Bitte…

• Ally Condie – Die Ankunft (Cassia & Ky #3)

Der Abschluss der Trilogie um Cassia und Ky – und Xander, der in der Reihenbetitelung zwar unterschlagen wird, aber berechtigter Weise im Roman selbst sehr viel Aufmerksamkeit bekommt. Die drei Charaktere erreichen gar eine Gleichberechtigung und können am Ende alle als Protagonisten bezeichnet werden. Was mich an der Reihe fasziniert, ist der philosphische Unterton. Man hat beim Lesen das Gefühl, dass man keinen Action-Spannungs-Gleich-muss-wieder-was-tolles-passieren-Einheitsbrei liest, sondern etwas, das sehr viel Ähnlichkeit mit den Dystopien der alten Schule hat. Nicht nur wegen der Rolle, die Kunst und Kultur und nicht zuletzt auch Sprache und Schrift spielen, hat mich Condies Reihe immer wieder an „Fahrenheit 451“ erinnert. Es ist nicht jedermanns Sache und auch ich habe mich beim Lesen durchaus dabei ertappt, dass ich mir das Ende herbeigesehnt habe. Mir war nicht klar, wohin es inhaltlich führen und zu welchem Ende es denn dann gelangen sollte. Eine Krankheit von den Rebellen ausgelöst, um das Heilmittel gleich dazu präsentieren zu können und sich somit zum Retter zu machen. Am Ende steht auch kein namhafter Umsturz, es ist nicht klar, was genau sich jtzt zum Anfang hin verändert hat. Es bleiben offene Fragen – und dennoch übt die ganze Reihe eine Faszination aus, die ich nicht richtig greifen kann. Auf jeden Fall bleibt sie mir positiv in Erinnerung.


Ich entschuldige mich schon einmal prophylaktisch für sämtliche Wortspiele, die ich mir nicht verkeifen kann. Aber es macht eben so Spaß 😉 Da ich mich fortwährend als großer Fan der US-Serie um den berühmtesten Kannibalen der Literatur- und Filmgeschichte präsentiere, musste nun auch mal die literarische Unterfütterung her – man muss ja schließlich vergleichen, sich Anregung holen, was (oder wen) sie in der Serie noch alles verwursten werden und der Genialität der Drehbuchschreiber huldigen. Außerdem habe ich – Schande über mich – bisher nur „Roter Drache“ als Verfilmung gesehen. Was mir bis heute an verstörender Erfahrung in diese Richtung gereicht hat. Ich frage mich bis heute, ob Ralph Fiennes wegen jener Rolle Voldemort spielen durfte – aber andere Geschichte. Die Reihenfolge, in der ich die Bücher gelesen habe, entspricht den Erscheinungsjahren und auch der inhaltlichen Handlung. Warum man bei der Reihenfolge der Verfilmungen so ein Wirrwar veranstaltet hat – weiß der Kuckuck…Die US-Serie setzt inhaltlich zwischen „Hannibal Rising“ und „Roter Drache“ an – was zum einen den kreativen Freiraum erhält, zum anderen aber wohl noch zu einigen Ungereimtheiten führen wird. Dass man der literarischen Vorlage zwar huldigt, aber dennoch sein eigenes Ding macht, beweist die Tatsache, dass die Hälfte der Charaktere, die in „Roter Drache“ vorkommen in der Serie bereits ihr Höchsthaltbarkeitsdatum erreicht haben.

• Thomas Harris – Roter Drache

Agent Will Graham sieht sich mit einem Serienmörder konfrontiert, der bereits zwei 5-köpfige Familien tötete, ihnen Spiegelscherben als Augen einsetzte und noch andere Dinge tat, die an dieser Stelle nicht näher beschrieben werden sollen. Bei der Suche ist er auf die Hilfe eines Mannes angewiesen, den er einst hinter Gitter brachte: Hannibal Lecter, seines Zeichens Doktor der Psychologie – und Kannibale. Es entwickelt sich ein gefährliches Spiel bei der Jagd nach der „Zahnfee“ – das nicht für alle Beteiligten folgenlos bleibt. Oft wird der Eindruck erweckt, dass es bei dem ersten Roman hauptsächlich um Hannibal selbst geht. Er taucht zwar immer wieder als Impulsgeber auf und ist sicherlich wichtig für die Handlung, aber trotz allem erst einmal eine Nebenfigur. Protagonist ist eindeutig der gejagte Serienmörder, in dessen Gedankenwelt Harris den Leser mitnimmt und an jeder Perversität gnadenlos teilhaben lässt. Der Aufbau der Handlung um einen real existierenden Gegenstand (Blakes „Der große Rote Drache und die Frau, mit der Sonne bekleidet“ – ich bin überzeugt, es ist nicht zuletzt wegen dieses Romans so berühmt ;)) – eine Idee, die funktioniert. Bis auf kleinere Durchhänger ist der Leser von der Handlung gefangen in diesem Thriller, der für das Genre sicherlich wegweisend war – und da nicht halt macht, wo andere Thriller an ihre Grenzen stoßen. Man muss es sagen wie es ist, obwohl schon vor 32 Jahren erstmals erschienen, kann sich da mancher Thriller, der heutzutage erscheint, eine Scheibe von abschneiden. Von Schreibstil und dem Aufbau der durchdachten Handlung einmal ganz abgesehen. Ich will nicht sagen, früher war alles besser, aber es wurde weniger Müll auf den Markt geworfen – und es wurden zeitlose Klassiker produziert, keine Marketingprodukte.

• Thomas Harris – Das Schweigen der Lämmer

Nachdem Lecter mit Hilfe der „Zahnfee“ Rache an Will Graham geübt hat, rückt eine neue Person in den Fokus seiner Aufmerksamkeit: Clarice Starling. Es beginnt das gleiche Spiel, wie in „Roter Drache“, denn erneut ist das FBI bei der Suche nach einem Serienkiller auf Lector angewiesen. Mit dem Unterschied, dass Hannibal Interesse an Starlings Person entwickelt. Der Roman bietet zwar auch dieses Mal Raum für die Perspektives des gejagten Mörders und seiner Opfer, doch der Fokus rückt zusehends auf die Beziehung zwischen Starling und Hannibal und bietet tiefere Einblicke in die Gedankenwelt des Kannibalen, dem in Verlauf der Handlung die Flucht aus seiner Gefängniszelle gelingt (Ich sag nicht mehr außer IGITT…). Psychologisch tiefgründiger, aber auch schonungsloser und blutiger geht es hier zur Sache, der zu lösende Fall ist nicht mehr der eigentliche Zweck des Romans und dient am Ende eher dem Profilieren von Starlings Figur. Eigentlich schade, denn Buffalo Bill ist ein nicht minder interessanter Charakter als die „Zahnfee“ oder Hannibal selbst.

• Thomas Harris – Hannibal

Mein persönlicher Glanzpunkt der Reihe, denn nun sieht man Hannibal und seine Fähigkeiten endlich auch in freier Wildbahn. Jener hat sich nämlich in Florenz häuslich niedergelassen und führt ein recht unbescholtenes Dasein – auf hohem intellektuellen Niveau. Ein echt sympathischer Kerl möchte man meinen, wenn da nicht die Vergangenheit wäre. Und eben jene holt Hannibal in Person des Fleischereiimperiumserben Mason Verger ein, der einst Hannibals Patient war und sich nun an ihm rächen will – da Lecter ihn im Drogenrausch dazu riet, sein eigenes Gesicht zu verspeisen. Man ist geneigt zu sagen – zu recht, denn auch Mason hat beste Psychopathenfähigkeiten. Cocktails mit Tränenflüssigkeit mixen ist noch das harmloseste. Starling leistet derweil Strafdienst in der Dokumentenabteilung, da eine Drogenrazzia unter ihrem Kommando tödlich endete. Dadurch kommt sie erneut mit Hannibal in Berührung, der nicht von ihr ablassen kann und ihr sogar Briefe schreibt. Etwas, das Starling in den Verdacht stellt mit Hannibal unter einer Decke zu stecken. Im Roman, der die Abschlusshandlung der Hannibal-Reihe beinhaltet, geht es nun also nicht mehr um psychologische Machtspielchen und die Jagd nach einem Dritten, sondern um die Jagd nach Hannibal selbst. Dabei wird vor großer Kulisse, symbolträchtig und vielschichtigt allerlei rohes Fleisch produziert. Ein Schlachfest, das vor kaum etwas zurückschreckt – mit überraschendem Ende und sicherlich dem hirnlosesten Festessen, von dem man in einem Buch je gelesen hat. Dieser Roman vereinigt alles, was die Geschichte von Hannibal so interessant macht. Das hin und her gerissen sein zwischen Abscheu und Bewunderung, Faszination und Schrecken.

• Thomas Harris – Hannibal rising

Harris letzter Roman der Hannibal-Reihe erzählt dem Leser, wie aus einem Adelssprössling der gefürchtete Psychopath wurde. Der Roman ermöglicht dem Leser einen noch differenzierten Blick auf Lecters Charakter, erklärt welche Traumata und der Einfluss welcher Personen ihn zum Mörder und Kannibalen machten. Harris glorifiziert nichts, dies muss man positiv festhalten. Die gewohnte Balance zwischen Abscheu und Faszination bleibt erhalten. Jedoch packte dieser Teil der Reihe mich nicht so recht und ich empfand die Handlung als langatmig. Man muss den letzten Roman nicht gelesen haben, aber für den eingefleischten Fan ist dieser Vergangenheitstrip sicherlich nett – wenn auch nicht mehr.


• Michael Mittermeier – Achtung Baby!

„Aber wenn es dich einmal anlächelt…“ – Wie oft hat Mittermeier in seinen Soloprogrammenen über werdende Eltern und deren mentale Verweichlichung gelästert. Nun führte er Buch darüber, wie es ihm selbst als werdender und tatsächlicher Papa erging. Mit dem gewohnten „Michl-Witz“ wird von übervollen Windeln, schlaflosen Nächte und den ersten Worten berichtet. Der ein oder andere Spruch dürfte dem geneigten Fan bereits bekannt vorkommen, trotzdem auf jeden Fall zu empfehlen.

• Philipp Möller – Isch geh Schulhof

Ein Buch, das mich zugegebenermaßen überrascht hat. Es kommt klein uns süß daher, man denkt, och es ist bestimmt lustig zu lesen – und dann bleibt einem das Lachen im Halse stecken und weicht einem ungläubigen Kopfschütteln. Das geht tatsächlich an deutschen Schulen ab? Das ist ja erschreckend! Diese Generation soll mal für meine Rente sorgen? Herrje, so lange bist du selbst doch auch noch nicht aus der Schule raus! Und wenn du kein Glück gehabt und an dem richtigen Ort geboren wärest, dann wärest du auch eines von diesen Kindern geworden, die DSDS für erstrebenswert halten und keinen korrekten Satz geradeaus formulieren können. Ein Buch über das kollektive Versagen an einer ganzen Generation. Lehrer, die zu den Sommerferien entlassen und zum Beginn des neuen Schuljahrs wieder eingestellt werden, weil man sie die 6 Wochen dann nicht bezahlen muss. Eltern, die selbst Opfer des Sozialsystems sind und ihren Kindern keine Hilfe sind. Verstockte Schulbehörden und Aufgaben, die nicht mehr zu bewältigen sind. Diese Lektüre sollte man den Verantwortlichen in den Bildungsministerien von Bund und Ländern mal unters Kopfkissen legen. Vielleicht käme der Alarm dann einmal an.

• Augustin, Edlinger, von Keisenberg – Studieren: Eine Gebrauchsanweisung

Kurzum: Nützlich für jeden, der sich mit dem Gedanken eines Studiums trägt. Von „Wie finde ich das richtige Studienfach?“ über Wohnungssuche bis hin zu „Wo sitz ich am besten im Hörsaal?“, „Auf welche Parties geh ich nur?“ und „Was mach ich eigentlich nach dem Studium?“ ist dieses Büchlein nicht nur randvoll mit Tipps und Tricks um ein Studium zu meistern, es beleuchtet auch die Gretchenfragen „WG VS alleine Wohnen“ oder „Mensa VS doch lieber selbst kochen“ auf humoristische Art und Weise. Und selbst wer nicht studiert findet allerlei gute Ratschläge fürs Flügge-werden und sich auf eigene Beine stellen.

• Giulia Enders – Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ

Guilia Enders selbst hat sicherlich Charme. Das hat sie als Science-Slam-Gewinnerin und ihrer plötzlichen Youtube-Berühmtheit bewiesen. Ihr Büchlein über das sicherlich unterschätzte Organ wartet auch durchaus mit netten Infos auf und sensibilisiert den Leser dafür, sich ein wenig mehr mit dem Thema „Was esse ich?“ und „Was passiert eigentlich damit?“ zu beschäftigen. Der Schreibstil ist jedoch mitunter sehr oberflächlich und ungelenk.  Die verwendeten Umschreibungen manchmal mehr (fremd)schamhaft denn voller Charme. Und auch der Preis sollte dem Verlag die Schamesröte ins Gesicht treiben. 17 Euro für eine knapp 300-seitige Klappbroschur – hier wird feinstes Marketing betrieben für ein Produkt, dass allenfalls durchschnittlich ist. Da lese ich doch lieber gepflegt was von Herrn Hirschhausen.

 

Begonnen (3)
• Sebastian Fitzek – Das Kind
• Annette Curtis-Klause – Blood and Chocolate
• Marc Elsberg – ZERO: Sie wissen, was du tust

Immer mal wieder gelesen (-)

Abgebrochen/Pausiert (1)
• Dan Wells – Fragmente (Partials #2)

Gelesene Bücher: 15
Gelesene Seiten: 5376
Seiten pro Tag: 180

Neuzugänge (-)
• –

Geliehen (1)

• Kiera Cass – The One (Selection #3)

Verkauft (-)

SuB*: 44  | + 3

*Stapel ungelesener Bücher

• Kai Meyer – Die Wellenläufer (Wellenläufer #1)
• Kai Meyer – Die Muschelmagier (Wellenläufer #2)
• Kai Meyer – Die Wasserweber (Wellenläufer #3)
• Kai Meyer – Wunschkrieg (Die Sturmkönige #2)
• Kai Meyer – Glutsand (Die Sturmkönige #3)
• Josephine Angelini – Göttlich verdammt (Göttlich-Trilogie #1)
• Marc Elsberg – ZERO: Sie wissen, was du tust
• Kiera Cass – The One (Selection #3)
• Ildikó von Kürthy – Sternschanze
• Graeme Simsion – Das Rosie-Projekt
• Katrin Bauernfeind – Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag

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2 thoughts on “STATISTIK | JUNI 2014”

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