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[Rezension] Rendall Munroe – What if: Was wäre wenn

Endlich erfindet wieder jemand das Pop-Science-Erklärbuch neu!

Wenn xkcd.com einen neuen Science Cartoon postet, vibriert das Internet. Sein Blog „What if“, auf dem der Physiker Randall Munroe jede Woche scheinbar unsinnige Fragen mit exakter Wissenschaft und genialen Strichmännchen beantwortet, ist Kult. Wie lange würde es dauern, bis wir merken würden, dass sich der Erdumfang verändert? Was wäre, wenn der gesamte Niederschlag in einem – quasi omnidirektionalen – Überschall-Regentropfen fiele? Endlich auch als Buch und endlich auf Deutsch!

   Titel: What if: Was wäre wenn
   Originaltitel: What if
   Autoren/Hrsg.: Rendall Munroe
   Format/Seiten: Broschiert / 368 Seiten
   Verlag: Knaus
   Erschienen: 15. Sepetember 2014
   Preis: 14,99 € [DE]

   Teil einer Reihe?   Nein

Man kennt sie ja, die Sammelsurien aus amüsanten und kurzweiligen Episoden des Alltags. Da gibt es die Printversion der Plattform SMS-von-gestern-Nacht („Du hast mich auf dem Balkon vergessen“ oder „Ist meine Hose noch bei euch?“). Oder der Graphitti-Blog, der die Welt nicht nur in „Was wir tun, wenn der Aufzug nicht kommt“ in überwiegend lustigen Grafiken erklärt. Und wir erinnern uns auch noch dunkel an die „Zwiebelfisch“-Kolumnen von Oberdeutschlehrer Sebastian Sick, in der er uns klar zu machen versuchte, dass der „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ sei.

Sie alle haben etwas gemeinsam: Sie entstanden im Netz – in Blogform, als Kolumne oder Website. Und alle sind in gedruckter Form Bestseller – ein schöner Beweis dafür, dass etwas Gedrucktes immer substanzieller ist als eine Ansammlung von Nullen und Einsen im weltweiten Netz. Dass man sich obwohl man 24/7 kostenlos Zugriff auf die Inhalte hat, dennoch gerne mit einem Buch in der Hand aufs Sofa setzt und herzlich lacht.

Diesem Erfolgskonzept kann man nun ein weiteres Kapitel hinzufügen. Randall Munroe, ehemals Physiker bei der NASA und nun hauptberuflich Strichmännchenzeichner, mit seinem Projekt „What if“, das aus seinem Blog „xkcd“ entstand. Neben den humorvollen Zeichnungen, die vermeintlich komplizierte Sachverhalte prägnant auf den Punkt bringen, beweist das Ganze, das Physik durchaus Alltagsrelevant sein kann – und verdammt viel Spaß macht, nicht zuletzt durch Munroes gewinnende und begeisternde Art und eine gehörige Portion Ironie. Wer hat sich schließlich noch nie gefragt, wie viel physische Energie Yodas Macht besitzt (Kann man damit etwa ein Elektroauto vom Fleck bewegen)? Was passiert, wenn alle Menschen auf der Welt gleichzeitig in die Luft springen (Weniger als man denkt)? Oder man die Ozeane auspumpt (kleiner Hinweis, die Niederlande werden plötzlich sehr geschäftstüchtig ;))? Zwei Beispiele gibt es auf der Verlagsseite von Knaus.

Viel mehr Worte möchte ich dazu nicht verlieren. Eine klare Kaufempfehlung, nicht nur für Leute, die unnützes Wissen mögen, sondern für alle von 9 bis 99 Jahren.

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