Books, Statistik

[STATISTIK] Gelesenes im Februar

Hallo liebe Bücherfreunde!

Der Februar ist nicht nur der kürzeste Monat des Jahres, sondern bei uns im Rheinland steht er auch traditionell im Zeichen des Karnevals – ihr wisst schon, verkleiden, lustige Lieder singen, mit wildfremden Menschen auf der Straße schunkeln. Da das Wetter aber schon im Frühjahr verrückt spielte und vielen Narren einen Strich durch die Rechnung machte und wir dank Schaltjahr einen Tag „mehr“ zur Verfügung hatten, habe ich in diesem Februar auch ein bisschen mehr gelesen, als in den Vorjahren. Unter anderem Diana Gabaldons „Die geliehene Zeit“, das ich nicht nur liebevoll meinen kleiner Türstopper nenne, sondern das auch locker flockig fast die Hälfte meiner gelesenen Seitenzahlen des Monats ausmacht. Ich würde sagen, das zählt eigentlich bei einer durchschnittlichen Seitenzahl von 350 Seiten pro Buch als 3,5 gelesene Bücher. Findet ihr nicht auch?

In Sachen Bewertung war der Februar ein wirkliches Highlight. Mit 3 x voller Punktzahl, einer durchschnittlichen Bewertung von 4,3 Sternen und 0 abgebrochenen Büchern kann man diesen Monat als vollen Erfolg verbuchen, den man nur schwer toppen kann. Vielleicht entdeckt auch ihr unter meinen Lieblingen ein tolles Buch für euch. Viel Spaß beim Monatsrückblick für Februar wünscht eure

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Gelesene Bücher: 6 [- 6 Vormonat]

Gelesene Seite: 2817 [- 1527 Vormonat]

SuB: 115 [-3 Vormonat]

Durchschnittliche Bewertung: 4,3 Sterne [+0,6 Vormonat]

Abgebrochene Bücher: 0 [- 3 Vormonat]

Gelesen Februar

Anna Lindsey – Im Dunklen: Mein Leben ohne Licht | ✪ ✪ ✪ ✪ [4 Sterne]
Ein klassischer „Schnapper“ aus der Bibliothek. Vorbeigehen, „Aha, ja, das Cover sieht interessant aus“, Klappentext auch vielversprechend, „Wird mitgenommen“. Das kann sich als Enttäuschung herausstellen, aber auch für ein unerwartetes „Wow!“ sorgen. Dieses Mal war letzteres der Fall. Eindrucksvoll berichtet eine Betroffene von ihrem Leben mit der Diagnose Lichtempfindlichkeit – eigentlich ein viel zu schwaches Wort für das, was der Patient durchleben muss. Neben dem körperlichen Leiden auch die völlige Abkapselung von einem „normalen“ Leben mit seinen sozialen Kontakten. Manchen wird diese Krankheit vielleicht im Zusammenhang mit Hannelore Kohl, der Ehefrau des langjährigen Bundeskanzlers, bereits ein Begriff sein. Ein wirklich beeindruckendes Buch, das sich zugebenermaßen nicht sachlich mit dem Thema befasst, sondern völlig auf die emotionale Ebene abzielt, aber gerade dadurch so packend ist.

Liz Climo – Echte Freunde | ✪ ✪ ✪ ✪ ✪ [5 Sterne]
Bei Liz Climo handelt es sich um eine amerikanische Cartoon-Zeichnerin, die im Team der TV-Serie „Die Simpsons“ arbeitet und dort für die Tieranimationen zuständig ist. Darüber hinaus ist sie vielen aber auch durch ihre Tier-Cartoons bekannt, die nun in einem Buch erschienen sind. Neben Stachelschwein, Schlange und Co. gibt es natürlich auch Cartoons zu Rory, dem kleinen grünen Dinosaurier, der die Welt gemeinsam mit seinem Vater entdeckt. Und wem das immer noch nichts sagt: Check her out on tumblr! Ich finde dieses Büchlein so toll, dass ich Gefahr laufe es immer wieder zu verschenken und neu kaufen zu müssen. Und sogar meine Mutter konnte ich begeistern, wir kamen eine Stunde lang aus dem Lachen nicht mehr heraus. Dieses Buch macht einfach Freude, legt es euch zu!

Laline Paull – Die Bienen | ✪ ✪ ✪ ✪ ✪ [5 Sterne]
„Einstein soll gesagt haben, wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus.“ Dies ist der Leitspruch des sehr sehenswerten Films „More than Honey“. Von den kleinen gelben Helfern hängt mehr ab als man glaubt, aber diese interessanten Tiere fristen bisher leider eher ein Schattendasein. Über „Biene Maja“ hinaus hat sich die Literatur bisher auch leider bisher recht wenig interessiert. Da kommt dem geneigten Leser Pauls 2014 erschienener Roman fast wie eine Offenbarung vor. Doch wer hier eine biologisch-sachliche Abhandlung erwartet ist ebenso fehl am Platze, wie jemand, der sich niedliche Tierromantik erhofft. Schonungslos geht es um Leben und Tod, um Unterdrückung und Ausbeute, es wird mit Gewalt nicht gegeizt und wenn man ehrlich ist: „Die Bienen“ ist mehr eine mahnende, dystopisch anmutenden Fabel, die sich an den Menschen richtet, als eine Geschichte, die sich in einer vermeintlich grausamen, von der Evolution geformten Natur abspielt. Keine leichte Kost, aber sehr lesenswert!

Diana Gabaldon – Outlander: Die geliehene Zeit | ✪ ✪ ✪ ✪ ✪ [5 Sterne]
Ich gehörte ursprünglich einmal zu der Fraktion, die das Ganze bei Serienstart vor zwei Jahren einmal müde belächelt hat. Nach dem Motto „Jaja, viel Sex in den Highlands und Mommy Porn und so, aber wenigstens ist die Landschaft schön“. Pustekuchen, verdammt! Und ich bin so froh, dass ich eines Besseren belehrt wurde. Nicht, dass auch nur eine von uns Sam Heughan von der Bettkante stoßen würde und wir nicht jedes Mal wie wildgewordene Teenager in die Hände klatschen und um Kreis hüpfen, wenn er sich oben rum frei macht. Aber abgesehen davon, geht es darum mal gerade einfach überhaupt nicht 😉 Wenn man durch einen Historienschinken mit etwas mehr als 1200 Seiten regelrecht hindurchfliegt, auf die Seitenzahl schaut und denkt „Was?“ und dann auf die Uhr schaut und denkt „Waaas?!?!“, dann macht man als Autorin definitiv etwas richtig. Die Geschichte lebt von ihren beiden Protagonisten, deren Charme und Witz, aber auch von deren Authentizät und Komplexität. Darüber hinaus habe ich selten eine derartig glaubwürdige Darstellung von tatsächlicher Geschichte in einem Historienschmöker gesehen, wo Autoren sich die Vergangenheit ja gerne einmal so zurechtschustern, wie es ihnen am besten dient. Der erste in Frenkreich spielende Part des Romans fügt der tollen Szenerie aus Band 1 einen weiteren spannenden Handlungsort hinzu. Für mich persönlich wirkt auch nichts an der Handlung überflüssig, selbst wenn es vielleicht nicht unbedingt notwendig ist. Und ich bin grundsätzlich der Meinung, dass man einen Roman so lesen sollte, wie der Autor ihn sich gedacht hat. Daher kommt für mich auch nichts außer der vollständigen Übersetzung in Frage. Ich warte gespannt auf die Neuausgabe von Band 3.

HÖRBÜCHER

Simon Beckett – Der Hof  | ✪ ✪ ✪ [3 Sterne]
Dieser Thriller hat durchaus seine Vorzüge. Erzählen kann er ja, der Beckett. Spannend und atmosphärisch. Und sich tolle Settings ausdenken auch. Dann ist umso enttäuschender, wenn die Auflösung dann allzu profan daher kommt. Wenn man das Gefühl hat: „Da wäre aber mehr drin gewesen.“ Vielleicht stumpft man als Leser dieses Genres aber auch einfach derart ab oder einem gehen im Gegenzug gedanklich die Gäule so sehr durch, dass die Auflösung nicht zufriedenstellt, obwohl sie vielleicht viel passender ist, als das, was man erwartet hat. Ich tue mich jedenfalls zunehmen schwer mit dem Thriller-Genre. Johannes Steck als Sprecher macht wie gewohnt einen tollen Job, bei der Hörbuchbewertung messe ich den Sprechern ohnehin immer einen höheren Stellenwert bei als der Geschichte. Ein mitreißender Sprecher kann eine dünne Story nahezu immer retten.

Andrew Lane – Young Sherlock Holmes #3: Eiskalter Tod  | ✪ ✪ ✪ ✪ [4 Sterne]
Wo wir doch gerade bei dem Thema Sprecher sind. Ich bin überzeugt davon, dass mich die „Young Sherlock Holmes“-Reihe in gedruckter Form nicht sehr überzeugen würde. Und zugegeben die Handlung ist meist vorhersehbar, die Charaktere wenn schon liebenswürdig, doch  manchmal ein wenig flach, und der Protagonist, dafür dass einmal das größte Mastermind seiner Zeit aus ihm werden soll, manchmal ziemlich dämlich. ABER Jona Mues rocks it all! Er verleiht jedem Charakter eine eigene Note und erweckt ihn so vor dem geistigen Auge zum Leben. Ob gestochen scharfer Adelsdünkel oder gossiger Straßenslang, männlicher oder weiblicher Charakter, der Sprecher legt eine Bandbreite an den Tag, die einfach nur begeistert. Immer wieder ein Hörgenuss!

 

 

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