Books · Statistik

[STATISTIK] Gelesenes im März

19Hallo liebe Bücherfreunde!

der März ist, ja genau richtig – Buchmessemonat! 🙂 Und jeder Blogger weiß, was das bedeutet. Auf der einen Seite eine wunderbare Zeit mit Gleichgesinnten und viele tolle Erlebnisse und Begegnungen. Und auf dere anderen Seite zahlreiche Buchentdeckungen, was gleichbedeutend ist mit katastrophalen Auswirkungen auf unsere SuBs und Wunschlisten. Selten liegen Lesefreude und Leseleid so nah beieinander wie im März und Oktober.

Zum Beginn des Monats hatte ich nach den schriftlichen Prüfungen im Herbst/Winter des vergangenen Jahres noch meine mündliche Examensprüfung zu absolvieren, mit der ich mein dreieinhalbjähriges, berufsbegleitendes Studium endlich abgeschlossen habe – und wie! Als sechstbeste des Tages und eine von circa zwei Dutzend Einser-Absolventen des Jahrgangs. Ein Grund zum Feiern, wohooo!

Und trotz allem blieb noch genügend Zeit, auch die ein oder andere Buchseite zu lesen. Was genau? Lest selbst.

Buchige Grüße von eurer

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Gelesene Bücher: 9 [+ 3 Vormonat]

Gelesene Seite: 3696 [+ 878 Vormonat]

SuB: 115 [-3 Vormonat]

Durchschnittliche Bewertung: 3,4 Sterne [- 0,9 Vormonat]

Abgebrochene Bücher: 0 [+/- 0 Vormonat]

Gelesenes in März I

Thomas Sedlacek – Die Ökonomie von Gut und Böse | ✪ ✪ ✪ [3 Sterne]
Mit diesem Schinken habe ich über längere Zeit gekämpft, bestimmt mehr als ein halbes Jahr. Ursprünglich habe ich das Sachbuch als Vorbereitung auf meine Volkswirtschafts-Prüfungen begonnen und ja das ein oder andere hat man durchaus verwenden können. Dafür, dass dieses Buch als relativ lesefreundlich auch für Fachfremde angepriesen wurde, war ihm die wissenschaftliche Abhandlung doch sehr anzulesen. Wer öfter mal Bachelor- und Masterarbeiten oder Dessertationen von seinen Profs liest, kann da ein Lied von singen xD Nun ja, es war teilweise ein Kampf und es hat sich ebenso teilweise gelohnt. In seiner Gesamtheit werde ich das Buch nicht noch einmal lesen, aber die interessantesten Gedankengänge sind markiert und sicherlich an anderer Stelle auch noch einmal von Nutzen. Einen tatsächlich Fachfremden würde ich es allerdings nicht mit gutem Gewissen empfehlen können.

Inbali Inserles – Foxcraft: Die Magie der Füchse | ✪ ✪ ✪ ✪ [4 Sterne]
Dieses Cover! Ich liebe es so sehr, ich könnte es als Poster an die Wand hängen. Und glücklicherweise kann der Inhalt des Jugendbuches dann auch noch mit dem tollen Äußeren mithalten. Für Fans der Warrior Cats oder Soul Seekers sowieso ein Muss, kann der Roman auch Neueinsteiger in Sachen „Tier-Fantasy“ begeistern. Für jüngere Kinder ist das Ganze eher nicht geeignet, da es die ein oder andere blutige Szenerie gibt. Ich warte gespannt auf die Fortsetzung im Oktober 2016.

Victoria Scott – Feuer & Flut | ✪ ✪ [2 Sterne]
Es kommt daher wie eine Mischung aus „Der goldene Kompass“ und den „Tributen von Panem“. Irgendwie nett gemeint, aber fürchterlich geschrieben, mit einer dämlichen Protagonistin und überflüssigem „Ich werf mich dem heißen Typen an die Brust“-Gehabe und dazu stolpert man dann noch von einer Logiklücke zur nächsten. Neee, aus dieser Reihe klinke ich mich sofort wieder aus. Aber zumindest die tierischen Begleiter und ihre Kampfskills waren unterhaltsam – ja darauf stehen die Kids, sonst würde ja auch nicht seit wenigen Tagen wieder jeder Pokemon zocken, nech?^^

Jessi Hartland – Steve Jobs: Das wahnsinnig geniale Leben des iPhone-Erfinders | ✪ ✪ ✪ [3 Sterne]
Dieses Büchlein hat mir Verena von „Books & Cats“ zukommen lassen. Mir persönlich haben die Zeichnungen nicht so sehr gefallen und auch der Informationsgehalt ist eher dünn. Das Buch richtet sich an Personen, die sich kurz ein Bild verschaffen möchte, Tiefergehendes oder gar Kritisches sucht man vergebens. Und Steve Jobs ist ja durchaus jemand, zu dem es unterschiedliche Meinungen und Einschätzungen gibt. Ein bisschen mehr Differenzierung statt „Wow, er ist so toll und was er alles kann“ hätte da sicherlich gut getan. Für einen groben Überblick über Jobs wichtigste Lebensabschnitte, ist dieser Comic aber gut genug geeignet.

Tanya Lieske – Sommernachtstraum | ✪ ✪ ✪ ✪ [4 Sterne]
Und auch diesen Roman habe ich von Verena bekommen, vielen Dank. Was ich zum Schultheater rund um Puck und Co. zu sagen habe, lest ihr bald in einer eigenen Rezension.

Gelesenes in März II

Nina Blazon – Feuerrot | ✪ ✪ ✪ ✪ [4 Sterne]
Kommen wir nun also zu den Buchmessemitbringseln. Den Auftakt macht Nina Blazons Hexengeschichte – ja, Hexen sind die neuen Vampire, wie es scheint. Im Gegensatz zu „Everflame“ ist „Feuerrot“ jedoch historisch und nicht nur gut recherchiert, sondern wie gewohnt wunderbar geschrieben (und das sage ich nicht nur, weil Nina Blazon mir beim Signieren berichtet hat, dass sie meinen Blog kennt xD). Nina Blazon beweist wieder einmal, dass eine Geschichte auch von leisen Tönen leben kann, ohne langweilig zu sein, und dass bildhafte Beschreibungen und gekonnt erzeugte Athmosphäre ein Buch genauso gut tragen können, wie eine mitreißende Handlung. Nach „Winter der schwarzen Rosen“ der Roman hat völlg zurecht den diesjährigen Seraph für den besten Phantastikroman gewonnen) hat mich auch „Feuerrot“ begeistert. Mal schauen, ob „Silfur“ ebenfalls mithalten kann.

Lo Malinke – Alle müssen mit | ✪ ✪ ✪ ✪ [4 Sterne]
Dieses Buch kam mir aus dem fast schon obligatorischen „Lovelybooks“-Goodiebag entgegengesprungen. Drehbuchautor und Kabaretist Lo Malinke liefert einen amüsanten Roadtrip mit Familienirrungen, -wirrungen und -zusammenführungen und dazu noch eine Brise Aufarbeitung deutscher und deutsch-polnischer Geschichte. Dieses Buch macht Spaß, hat aber auch seine rührenden Momente. Zum Teil ist es sogar autobiographisch. Und wem der Inhalt nach Lesen des Klappentextes irgendwie bekannt vorkommt, der Roman basiert auf dem Drehbuch des ARD-Films „Heimat ist kein Ort“, das ebenfalls aus Lo Malinkes Feder stammt.

Kai Meyer – Die Seiten der Welt: Blutbuch | ✪ ✪ ✪ ✪ [4 Sterne]
Ein Reihenabschluss auf den wir gespannt gewartet haben. Wie die Vorgänger weiß auch der Abschluss durch den wunderbar lesbaren Schreibstil zu überzeugen und durch Meyers Fähigkeit authentische Welten zu erschaffen, von den man als Leser glaubt, dass sie nur eine Buchseite entfernt wirklich „real“ sind. Für restlose Begeisterung gibt es aber den ein oder anderen Kritikpunkt – der geneigte Meyer-Leser weiß ja inzwischen, Happy-Ends hat der Autor für seine Charaktere nur in wenigen Fällen vorgesehen. Dafür kommen Furia und Co. jedoch noch relativ glmpflich davon. Die Zahl der Hauptfiguren und die damit einhergehenden paralellen Handlungsstränge wirken teilweise nicht ganz ausgewogen und machen es nicht leicht, der Story zu folgen. Aber auch das tritt in den Hintergrund, wenn man Vollblut-Fan ist, wie ich.

Christoph Hardebusch – Feuerstimmen | ✪ ✪ ✪ [4 Sterne]
Ein interessantes Projekt des Fantasy-Autoren und den Metal-a-cappelisten von Van Canto (weiteres habe ich hier ja bereits berichtet). Nach einen sehr guten Auftakt verliert die Story ein wenig den roten Faden und die Ereignisse überschlagen sich in ihrer Geschwindigkeit, ohne dass sie abgeschlossen und stimmig wirken. Empfand ich die Charaktere und deren Eigenschaften eingangs als sehr authentisch (die Probleme des Herumziehen als Barde, generell das Leben auf der Straße), so gingen auch hier die Konturen immer mehr verloren. Weniger ist manchmal mehr, aber bei „Feuerstimmen“ hätte ein „Mehr“ an mancher Stelle sicherlich gutgetan. Trotzdem immer noch ein guter Fantasyroman.

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