Books, Rezension

[REZENSION] Tom Robert Smith – Ohne jeden Zweifel

Hallo liebe Buchfreunde,

im Dezember haben Christin (Life4Books) und ich den Service „Triff deinen Buchhändler“ von Reuffel getestet (Lest hier ihren Beitrag dazu). Von den vorgeschlagenen Titeln habe ich mich für „Ohne jeden Zweifel“ von Tom Robert Smith entschieden und nun auch endlich gelesen. Der Autor ist einigen vielleicht durch den Trilogie-Auftakt um einen russischen Agenten „Kind 44“ und den gleichnamigen Kinofilm mit Tom Hardy, Noomi Rapace und dem frisch gebackenen Oscar-Preisträger Gary Oldman bekannt. Wie mir dieser Psychothriller gefallen hat und ob ich die Begeisterung von Hannah Duchstein teile, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Viel Spaß beim Lesen!

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Für Daniel ist die Nachricht ein Schock: Seine Mutter, die seit Kurzem mit ihrem Mann in Schweden lebt, wurde in die Psychiatrie eingeliefert. Tilde leide unter Wahnvorstellungen, behauptet Daniels Vater. Doch Tilde selbst, die aus Schweden zu ihrem Sohn nach London flieht, erzählt eine ganz andere Geschichte. Eine von vertuschten Verbrechen in einer eingeschworenen kleinen Gemeinschaft und vom Verschwinden einer jungen Frau. Doch niemand will ihr glauben. Nun ist Daniel ihre letzte Hoffnung.

 

Tom Robert Smith - Ohne jeden Zweifel

Titel: Ohne jeden Zweifel
Autor: Tom Robert Smith
Originaltitel: The Farm
Format/Seiten: Gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 400
Verlag: Goldmann
Erschienen: 20. Oktober 2014
Preis: € 9,99 [D]
Teil einer Reihe? nein

Bewertung: ✪ ✪ ✪

Tatsächlich ist dies ein besonderer Thriller, der ganz ohne Blut und Schockeffekte auskommt. Protagonist Daniel bekommt einen Anruf seines Vaters, der ihn vor seiner Mutter warnt, die aus der Psychartrie getürmt und auf dem Weg zu ihm ist. Und in der Tat steht Tilde wenige Augenblicke später vor Daniels Tür, im Gepäck ihre eigene Version der Dinge, die passiert sind, seit Daniels Eltern vor einem Jahr eine Farm in Schweden gekauft haben, um dort ihren Lebensabend zu verbringen. Jedes Kapitel beginnt mit einem kurzen Absatz aus Sicht von Daniel, wechselt dann jedoch zur Perspektive von Tilde, die ihren Sohn mit den unterscheidlichsten Beweismitteln und Schlussfolgerungen konfrontiert. Die Kapitel sind kurz und so entwickelt der Roman schnell einen starken Sog, der den Leser duch die Seiten fliegen lässt. Tildes Erzählung  enthüllt nach und nach wichtige Details und sorgt so für ein abwechslungsreichen Wechsel zwischen Durchatmen und Spannung. Nach zwei Dritteln setzt ein drastischer Cut den Wendepunkt im Romantext. Für mich persönlich ist er Fluch und Segen zugleich. Der Cut ist notwendig, um die Sache aufzulösen, allerdings kommt er für mich zu spät, sodass dem zweiten Teil am Ende ein bisschen der Raum fehlt, um sich ebenso spannend wie der Beginn des Buches zu entfalten. Die Handlung hechelt sehr sachlich durch den eigentlich spannenderen Teil, nämlich die Suche Daniels nach der Wahrheit. Dies kann man wohlwollend als rationalen Konterpart zu Tildes vermeintlichen Fantastereien deuten, für mich war es aber ein wenig oberflächlich und nur mittelmäßig spannend. Hier hätte man mit Zeitsprüngen arbeiten oder Tildes Version mit Daniels Suche kapitelweise abwechseln lassen können, um einen noch größeren Sog in die Geschichte zu erreichen. Die Auflösung selbst kommt auch ein wenig lieblos daher, man hat nach dem großen und spannungsvollen Aufbauschen der Handlung in den ersten beiden Dritteln ein größeres WOW erwartet. Sie ist aber immerhin logisch und nicht an den Haaren herbeigezogen.

FAZIT

Es handelt sich tatsächlich um einen Psychothriller im klassischen Sinne, bei dem die Spannung im Kopf entsteht und allein dafür gibt es schon mein Wohlwollen ;) Schreibstil und Textkonzeption bauen zu Beginn zwar große Spannung auf, trotzdem geht dem Roman gegen Ende ein wenig die Puste aus. Ich werde mein Glück aber auf jeden Fall mit den Spionage-Romanen des Autors weiter versuchen.

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4 Gedanken zu „[REZENSION] Tom Robert Smith – Ohne jeden Zweifel“

  1. ERSTER :D

    Ich hab ihn ja nicht geholt ?! *grübel* aber gut zu wissen, denke mal, ich werd da auch einen Blick reinwerfen. Mal schauen, was ich dann sagen werde. Das oberflächliche bremst mich grad nur etwas aus…

    1. Und wahrscheinlich einziger xD
      Ich hätte schwören können, du hättest ihn mitgenommen.
      Das ist wie damals in der Grundschule als sie mir unter den Aufsatz geschrieben haben: „Hier beginnt eine andere Geschichte.“ Nur weil ich nach dem Schiffbruch noch die Schatzsuche ausformuliert habe. Ich war damals schon missverstanden *lach*

      1. Hab gerade knallhart recherchiert UND ich hab ihn mitgenommen XD
        Verdammt, ich hab n Kurzzeitgedächtnis, hätte des jetzt nochmal eingesackt *räusper*
        Gut, dass ich dich hab :P

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