Filme 2014

In guter Jahres-Rückblicks-Tradition mein Kinojahr 2014. Wie im letzten Jahr auch enthält die Liste nur Filme, die 2014 in Deutschland gestartet sind, die Reihenfolge entspricht den offiziellen Startterminen. Die Liste mit den Filmen, die für mich interessant klangen und in Betracht kamen, findet ihr hier. Gesehen habe ich 27 Kinofilme von 56, die ich mir vorgenommen habe – 48,21 % sind schon recht mager und dabei habe ich meine Vorhaben doch schon runtergeschraubt. Nunja, neues Jahr neues Glück. Womit ich es 2015 versuche, könnt ihr hier nachlesen.

Gesehene Filme: 27
Durchschnittsbewertung: Ø 3,33 Punkte

Das Fazit – als ich so in Erinnerungen schwelgte, befürchtete ich schon das Schlimmste. Das Kinojahr 2014 kam mir katastrophal vor. Und was sagen mir die Zahlen dann? Die Bewertung ist im Vergleich zu 2013 um grandiose 0,03 Punkte besser geworden. Ich weiß nicht so recht, ob ich das positiv werten soll xD Wie gesagt, die subjektive Wahrnehmung spricht eine andere Sprache.

Beste Filme
• The Amazing Spiderman 2: Rise of Electro
• Das Schicksal ist ein mieser Verräter
• Monsieur Claude und seine Töchter
• Die Entdeckung der Unendlichkeit

„Spiderman“ – ausgerechnet ein Wiederaufguss führt die Liste der besten Filme an. Auch wenn die Gegnerschaft von Jamie Foxx eher blass blieb, die Chemie zwischen Andrew Garfield und Emma Stone stimmte. Ergänzt durch die Special Effects und das 3D, dass sich auch wirklich so nennen darf und dem Film definitiv einige Pluspunkte gegeben hat – so was möchte ich sehen 😉 Weiter geht’s mit „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Vielleicht die ein oder andere Schönheitskorrektur (man sagt heute nicht mehr „Mein Liebster“, aber es war bestimmt nur die Übersetzung^^), aber auch hier überzeugten die Darsteller auf voller Linie. Konkurrenzlos Shailene Woodley und Ansel Elgort, aber auch die Nebenrollen wusste zu beeindrucken. Und der Film hat mehr zu bieten, als ins Taschentuch schnäuzen, weil alles so traurig und deprimierend ist – ganz im Gegenteil und dies macht den Film auch so außergewöhnlich gut. „Monsieur Claude und seine Töchter“ bot eher Anlass zum Lachen – und das ausgiebig. Vorurteile aufs Korn genommen – ein kurzweiliges Vergnügen. Immer wieder gerne! Und zum Jahresschluss noch ein unverhofftes Highlight: „Die Entdeckung der Unendlichkeit“. Bei keinem Film 2014 lagen Lachen und Weinen so dicht beieinander. Nicht nur eine tiefe Verbeugung vor Eddie Redmaynes schauspielerischer Glanzleistung (ich weiß schon, wem ich den Oscar geben würde ;)), sondern auch ein großes Lob ans Drehbuch. Keine Längen, lediglich ein bisschen mehr zum Thema „Wissenschaft“ hätte ich mir gewünscht. Aber darüber kann ich bei diesem Gesamtpaket locker hinwegsehen.

Schlechteste Filme
 Pompeji
 Stormhunters

Jedem, der mich kennt, dürfte klar sein, warum ich mir diese Filme angeschaut habe. Wer’s nicht weiß, dem verrate ich’s auch nicht *mihihi* Eigentlich braucht man auch nicht mehr dazu zu sagen xD Wohingegen man „Pompeji“ durch seine haarsträubende ungewollte Lächerlichkeit noch mit viel gutem Willen Unterhaltungswert abgewinnen kann (Jon Snow mit wenig an, unlogische Storyturns, die aber wenigstens mit gut gemachten Special Effects aufgemotzt waren, der lächerliche Versuch vor einer pyroklastischen Wolke auf einem Pferd davonzureiten), war Stormhunters einfach nur grausam. Ehrlich…da gibt es nicht einen Grund, sich so etwas anzutun. Nicht einen einzigen – nein auch nicht Richard Armitages Mitwirken. Das waren die längsten, unerträglichsten und anstrengendsten 89 Minuten des letzten Jahres.

Enttäuschungen des Jahres
• Planet der Affen: Revolution
• X-Men: Zukunft ist Vergangenheit
• Dracula Untold

„Planet der Affen“ – zu dieser Reihe habe ich ja ohnehin ein gespaltenes Verhältnis. Einerseits spannendes Thema, aber irgendwie gelingt es einfach nicht mich vom Hocker zu reißen. Wobei mir der neuste Streich im Sommer einen regelrechten Gefühlsausbruch entlockt hat. Leider im negativen Sinne, denn ich wäre im Kino beinahe ausgeflippt. Ging ich doch mit der Erwartung rein „So, die Affen versklaven die Menschen, inhaltliche Brücke zum Burton-Film geschlagen, Thema erledigt.“ Und bis zur Hälfte des Films sah das auch tatsächlich so aus. Aber was dann passierte, ging mir einfach nicht in den Kopf rein. Wie, „Vertragen, Frieden schließen, Koexistenz probieren“? Wofür haben wir denn in der ersten Hälfte des Films dann ausführlich gelernt, warum das eben gerade NICHT funktioniert?! Da hat Frau wohl die Rechnung ohne die Geldgeilheit Hollywoods gemacht. Dort pfeift man nämlich auf inhaltliche Logik uns sagt sich „Machen wir einfach NOCH einen Film – mit gleichem Inhalt und den gleichen Diskussionen und Fragestellungen – und den lassen wir dann mit der Erkenntnis enden, dass Koexistenz nicht klappt“. What the f***?! Ne, also der nächste Teil dann ohne mich, nicht dass man eh wüsste, wie es ausgeht. Erm hust… Zweite Bruchlandung hat für mich der neuste „X-Men“-Streifen hingelegt. Da kann man mir nicht vorwerfen, dass ich voreingenommen bin, denn ich feier ganz bestimmt nicht viel so ab, wie diese Reihe. Aber wenn den Machern nichts anderes einfällt, als Magneto zum großen Endkampf riesige Gegenstände durch die Luft schweben zu lassen (Golden Gate Bridge, U-Boot, Fußballstadion, what next?), weiß ich irgendwann auch nicht mehr weiter. War nett, hat aber viel vom Kult-Charakter eingebüßt. „Dracula untold“ sollte von der Grundlage her eigentlich auch kultig genug sein, hatte aber ebenso wenig Neues und Inspiriertes zu bieten. Da wäre mehr möglich gewesen.

Überraschungen des Jahres
• Die Bestimmung – Divergent
• Guardians of the Galaxy

Das Buch war nicht so mein Fall, der Film hingegen eine echte Überraschung. Shailene Woodley und Ansel Elgort, die zweite – komplett anders und trotzdem voll überzeugend. Gutes Drehbuch, gute Erzähltempo, lediglich das Ende hinkt ein wenig. Sind wir gespannt auf die Fortsetzung. Und „Guardians of the Galaxy“? Kaum ein Trailer hat mich so genervt, wie dieser und ich war so froh als endlich August war. Ehrlich. Und dann setzt man mir da einen so unterhaltsamen Film vor, dass ich mich wegen meiner Unkerufe im Nachhinein ja fast entschuldigen muss. Frische Charaktere (auch wenn der Villain wieder ne lahme Socke ist), gewaschene Special Effects und eine gehörige Portion Ironie, mit der der Film sich selbst auf die Schippe nimmt und ohne die er bei weitem nicht so gut wäre. Mai 2017 – ich hab eine Verabredung mit der Fortsetzung!^^

Beste Musik 2014
• Guardians of the Galaxy
• Das erstaunliche Leben des Walter Mitty
• Die Tribute von Panem: Mockingjay 1
• Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere

Da mir bei einigen Filmen 2014 besonders die Musik in Erinnerung geblieben ist, auch dazu noch ein paar Worte. Bleiben wir direkt bei „Guardians of the Galaxy“. Nicht nur, dass man inhaltlich der Musikkassette huldigte, auch das, was drauf zu hören war, wusste zu begeistern und war tatsächlich ein „Awesome Mix“. Die Musik machte einfach Spaß – von den Jackson 5 über David Bowie bis zum Pina Colada Song. Dieser fand auch im Januar schon einmal Verwendung – bei „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“. Insgesamt stand dort aber weniger der Spaß im Vordergrund, als die Atmosphäre. Und wer keine Gänsehaut bekommt, wenn Ben Stiller zur Musik von „Of Monsters and Men“ durch den isländischen Sonneruntergang skated, dem kann man eben nicht mehr helfen. Für Gänsehaut sorgte auch der „Hanging Tree“ in „Die Tribute von Panem: Mockingjay 1“. Es fängt harmlos an, aber man ahnt wie Cressida, dass da etwas Großes draus werden kann. Und tatsächlich, es steigert sich zum fulminanten Höhepunkt. Man will sich gar nicht festlegen, was hier was unterstützt. Das Lied die Filmbilder oder Bilder die Musik. So muss das sein, so funktioniert Filmmusik. Definitiv mein Kinomoment 2014. Und zum Schluss sei auch der „Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere“ nicht unerwähnt. Auch wenn Howard Shores Filmmusik weit hinter den Erwartungen und auch den Fähigkeiten des Komponisten zurückbleibt, beim Filmsong hat Peter Jackson alles richtig gemacht. Billy Boyd ins Boot geholt, der schon in „Die Rückkehr des Königs“ für Gänsehautstimmung sorgte, und ihn das Abschiedslied aller Abschiedslieder singen lassen. Lesen zwischen den Zeilen, in denen die Realität der Entstehungsgeschichte aller sechs Mittelerde-Filme mit dem Inhalt von Tolkiens Geschichten verschwimmen. „We came all this way but now comes the day to bid you farewell“ Ja, wir haben verstanden, dies gilt für Bilbo, aber auch für uns Fans. Letzter Mittelerde-Film. „To this memories I will hold, with your blessing I will go“ Auch wenn das Finale eher dürftig war, kein Grund Jackson ein Danke zu verwehren. „And though where the road may take me I cannot tell“ Aller Unwahrscheinlichkeit zum Trotz, sag niemals nie, denn „The road goes ever on and on“ 😉

Titel
• Die Entdeckung der Unendlichkeit
• Exodus: Götter und Könige
• Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere
• Die Tribute von Panem: Mockingjay – Part 1
• Nightcrawler
• The Salvation
• Dracula Untold
• Guardians of the Galaxy
• Stormhunters
• Saphirblau
• Planet der Affen: Revolution
• Monsieur Claude und seine Töchter
• The Signal
• Das Schicksal ist ein mieser Verräter
• Maleficient – Die dunkle Fee
• X-Men: Zukunft ist Vergangenheit
• Die Schöne und das Biest
• The Amazing Spiderman 2 : Rise of Electro
• Die Bestimmung: Divergent
• 300: Rise of an Empire
• Pompeji
• Winter’s Tale
• American Hustle
• 47 Ronin
• 12 Years a Slave
• Das erstaunliche Leben des Walter Mitty
• Der Medicus
Bewertung
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– Aufstehen, gehen, das Popcorn zuhause essen
♥ ♥ – DVD als Glasuntersetzer verwenden
♥ ♥ ♥ – Macht man nichts falsch, muss aber nicht zwingend
♥ ♥ ♥ ♥ – Gut mit kleinen Schwächen
♥ ♥ ♥ ♥ ♥ – Besser gehts nicht!

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